ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Nahezu stabil vor Ende von Iran-Ultimatum
Die US-Börsen sind am Dienstag nach einer
späten Erholung und vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident
Donald Trump an den Iran nur wenig verändert und richtungslos aus
dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial schloss
0,18 Prozent tiefer bei 46.584,46 Punkten. Der marktbreite S&P 500
stieg um 0,08 Prozent auf 6.616,85 Zähler. Für den
technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,04
Prozent auf 24.202,37 Punkte aufwärts.
Stunden vor Ende seines Ultimatums richtete Trump noch einmal eine
harsche Botschaft an den Iran. Er drohte mit Angriffen auf die
iranische Infrastruktur sowie mit einer "Auslöschung" des Landes,
sollte bis 2.00 Uhr MESZ die Blockade der Straße von Hormus nicht
aufgehoben sein. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht
untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf seiner
Plattform Truth Social.
Israels Luftwaffe griff unterdessen nach Angaben des
Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu iranische Eisenbahnstrecken
und Brücken an. Laut US-Medienberichten kappte Teheran mittlerweile
die diplomatischen Kontakte zu Washington und drohte mit Angriffen
auf israelische Erdgasfelder.
Die Aktien von Apple erholten sich etwas von ihrem
fünfprozentigen Kursverlust aus dem frühen Handel und endeten 2,1
Prozent im Minus. Zunächst hatte das Nachrichtenmagazin "Nikkei
Asia" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, dass der
Technologiekonzern bei der Entwicklung eines faltbaren iPhones in
der technischen Testphase auf Probleme stößt. Dadurch könne sich der
Produktions- und Lieferplan um Monate verzögern. Kreisen zufolge
wird das Gerät aber pünktlich auf den Markt kommen. Das Unternehmen
plane, das faltbare Modell im September zusammen mit dem iPhone 18
Pro und dem Pro Max vorzustellen, berichtete die Nachrichtenagentur
Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute
Personen. Offiziell hat sich Apple noch nicht konkret zur Einführung
eines Falt-iPhones geäußert.
Die Papiere von Intel legten um 4,2 Prozent zu und
bauten ihren Kursgewinn im bisherigen Jahresverlauf auf gut 43
Prozent aus. Intel schließt sich der Initiative des Tech-Milliardärs
Elon Musk zur Entwicklung von Halbleitern für dessen Unternehmen
Tesla , SpaceX und xAI an. Das sogenannte
Terafab-Projekt ist ein großangelegter Plan von Musk, langfristig
eigene Chips für Robotik, Künstliche Intelligenz und
Weltraum-Rechenzentren herzustellen. Das Vorhaben zielt darauf ab,
jedes Jahr eine enorme Rechenleistung zu erzeugen - etwa 1 Terrawatt
Kapazität pro Jahr.
Deutlich nach oben ging es für die Aktien privater
Krankenversicherer, nachdem bekannt wurde, dass das staatliche
Krankenversicherungsprogramm Medicare den privaten
Krankenversicherern im kommenden Jahr 2,48 Prozent mehr zahlen wird.
Dies ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den
ursprünglich im Januar vorgeschlagenen Sätzen. Sie verbuchten die
Papiere von Unitedhealth , Humana und
CVS Health Kursgewinne zwischen 6,7 und 9,4 Prozent.
Die Titel von Broadcom legten um 6,2 Prozent zu. Der
Halbleiterkonzern gab eine Vereinbarung mit Alphabet
zur Entwicklung und Lieferung von Chips im Bereich Künstlicher
Intelligenz (KI) bekannt. Damit macht Broadcom Nvidia
zunehmend Konkurrenz, dessen Aktie um 0,3 Prozent zulegte. Laut
Jefferies-Analyst Blayne Curtis dürfte die langfristige Vereinbarung
Broadcom einen Mindestumsatz im Bereich von rund 200 Milliarden
Dollar garantieren.
Für Paramount Skydance ging es um 10,7 Prozent
aufwärts. Das Unterhaltungsunternehmen hatte bekannt gegeben,
Eigenkapital-Konsortialvereinbarungen mit Fonds aus der Golfregion
geschlossen zu haben, um die Übernahme von Warner Bros. Discovery
zu finanzieren.
Die Anteilscheine von Gilead Sciences sanken um 1,0
Prozent. Der Pharmakonzern will das deutsche Biotech-Unternehmen
Tubulis GmbH für bis zu 5 Milliarden US-Dollar übernehmen. Gemäß den
Bedingungen des Kaufvertrags erwirbt Gilead das gesamte
Aktienkapital von Tubulis für 3,15 Milliarden Dollar in bar als
Vorauszahlung und leistet bis zu 1,85 Milliarden Dollar an
Meilensteinzahlungen./edh/he