Aktien Wien Schluss: US-Drohungen gegen Iran belasten ATX
Markige Drohungen gegen den Iran haben Europas
Börsen mehrheitlich in die Verlustzone geschickt. Dem konnte sich
auch der Wiener Aktienmarkt nicht entziehen. Der Leitindex ATX
Wenig überraschend war der Irankrieg der Auslöser für die Kursrutsche. Die USA fordern vom Iran, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Diese Meeresenge ist ein wichtiger Transportweg, nicht zuletzt für Öl und Flüssiggas. Ob es zu einer raschen Einigung oder gar einer Eskalation mit weiter steigenden Ölpreisen kommt, ist unklar. Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump läuft am Mittwoch um 2.00 Uhr (MESZ) ab. Der US-Präsident will bei einer Ablehnung der Forderung eine "völlige Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken. Bisher zeigte sich der Iran nicht bereit, einzulenken.
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot warnte Trump vor Angriffen auf zivile Infrastruktur. "Wenn wir uns alle gegen Angriffe auf zivile und energetische Infrastrukturen aussprechen, dann vor allem, weil sie nach den Regeln der Kriegsführung und dem Völkerrecht ausgeschlossen sind, und zweitens, weil sie im Falle des Krieges im Iran zweifellos eine neue Phase der Eskalation und Vergeltungsmaßnahmen einleiten würden", sagte Barrot dem Sender France Info.
Vor dem Hintergrund hoher Ölpreise wachsen auch Rezessionsängste unter Investoren der Eurozone weiter. Das Stimmungsbarometer für die Eurozone sackte im April um 16,1 Punkte auf minus 19,2 Zähler ab, wie die Beratungsfirma Sentix zu ihrer monatlichen Umfrage unter 1.047 Anlegern mitteilte. Dies ist das tiefste Niveau seit April 2025. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf minus 9,0 Punkte gerechnet.
Von Unternehmensseite wurde bekannt, dass der oberösterreichische
Triebwerkshersteller Steyr Motors
Zum Ende des Handelstags fanden sich ein Großteil der Werte im
negativen Bereich. Bestperformer im ATX Prime-Segment war AMAG mit
einem Zuwachs von 1,5 Prozent. Unter den schwergewichteten Werten
gewannen OMV
Am Ende des ATX Prime-Segments lagen Austriacard mit minus 5,4
Prozent und Frequentis
ISIN AT0000999982
AXC0228 2026-04-07/18:25
Relevante Links: Steyr Motors AG, OMV AG, Raiffeisen Bank International AG, Erste Group Bank AG, BAWAG Group AG, Frequentis AG