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Wiener Börse (Mittag) - Leitindex ATX gewinnt 1,4 Prozent / Irankrieg weiter das beherrschende Thema - Rezessionsängste in der Eurozone

Der Wiener Aktienmarkt verzeichnete bis Dienstagmittag weiter Zugewinne. Der Leitindex ATX legte 1,40 Prozent auf 5.533,77 Punkte zu. Der ATX Prime war mit 0,92 Prozent auf 2.732,90 Einheiten im Plus. Damit bewegt sich Wien im gleichen Fahrwasser wie die europäischen Leitbörsen, die ebenfalls durchgehend zulegen konnten.

Nach dem langen Osterwochenende bleibt das Ultimatum der USA gegen den Iran vorerst das marktbestimmende Thema, schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. Vor dem Ablauf der Frist am Mittwoch um 2.00 Uhr zeichnet sich keine Einigung ab. US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Warnung vor einer "völligen Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht die Straße von Hormuz öffnet.

Der Iran-Krieg geht inzwischen in die sechste Woche und sorgt für stark gestiegene Ölpreise. Zuletzt hat der Preis für die Öl-Referenzsorte Brent mit Auslieferung im Juni zwar wieder etwas nachgegeben, doch seit Kriegsbeginn zog der Ölpreis um etwas mehr als die Hälfte an.

Der Iran-Krieg lässt mittlerweile Rezessionsängste unter Investoren weiter wachsen. Das Stimmungsbarometer für die Eurozone sackte im April um 16,1 Punkte auf minus 19,2 Zähler ab, wie die Beratungsfirma Sentix am Dienstag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 1.047 Anlegern mitteilte. Dies ist das tiefste Niveau seit April 2025. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf minus 9,0 Punkte gerechnet.

Von Unternehmensseite wurde bekannt, dass der oberösterreichische Triebwerkshersteller Steyr Motors den Kauf des dänischen Marine-Spezialisten BUKH A/S abgeschlossen hat. Wie das Unternehmen mitteilte, erwarb es 100 Prozent der Anteile an BUKH sowie der SLC Ejendomme ApS. Der Kurs der Steyr Motors-Aktie lag heute mit minus 0,3 Prozent bei 37,80 Euro.

Bestperformer im ATX Prime-Segment war SBO mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent. Unter den schwergewichteten Werten waren OMV trotz hoher Ölpreise unbewegt. Bankenpapiere stützen den ATX mit Zuwächsen. RBI gewannen 1,8 Prozent, BAWAG stiegen um 1,5 Prozent und Erste Group um 1,3 Prozent.

moe/ger

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