Kanzleichef: Kiew erwartet Besuch von US-Delegation nach Ostern
Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs rechnet die Ukraine noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation in der Hauptstadt Kiew. Das sagte der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Delegation könnte bereits kurz nach dem orthodoxen Osterfest eintreffen, das am 12. April begangen wird, sagte Kyrylo Budanow demnach.
Die Delegation soll laut Budanow vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der Ukraine. Auch der republikanische US-Senator Lindsey Graham könnte laut dem Bericht mit von der Partie sein. Die US-Seite bestätigte den Besuch laut Bloomberg zunächst nicht.
US-Sicherheitsgarantien im Fokus
Bei den Gesprächen dürfte es vor allem um US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine gehen, falls es nach einem Waffenruheabkommen zu einer erneuten russischen Aggression kommen sollte. "Wir haben schon vor langer Zeit klargemacht, was wir wollen. Ich denke, das dürfte bald umgesetzt werden", sagte Budanow in dem Interview. Bei den Sicherheitsgarantien seien "definitiv Fortschritte gemacht" worden.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Die Gespräche über ein mögliches Ende des Konflikts waren zuletzt ins Stocken gekommen. Selenskyj hatte unter anderem von Druck der USA berichtet, die Ukraine solle für einen Frieden - wie von Russland gefordert - ihre letzten Stellungen in der östlichen Industrieregion Donbass räumen.
Selenskyj hatte erst am Mittwoch per Videoschalte mit Trumps Unterhändlern sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Friedensprozess beraten./gma/DP/zb
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