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Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise steigen nach Trump-Rede / Brent-Preis wieder klar über 100 US-Dollar - Goldpreis fällt

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach der Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation stark gestiegen. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt 108,59 US-Dollar. Das waren 7,35 Prozent mehr als am Vortag. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai stieg um 6,74 Prozent auf 106,87 Dollar.

Ein Ende des Krieges stellte Trump in seiner Rede zwar erneut in Aussicht, lieferte dabei aber kaum Neues und bekräftigte frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben: "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören."

In der Zwischenzeit liefen Gespräche weiter, sagte Trump. Falls es nicht zu einer Einigung mit dem Iran kommen sollte, würden die USA Kraftwerke des Landes hart angreifen. Damit bekräftigte er eine bereits zuvor geäußerte Drohung. In seiner abendlichen Ansprache zur besten Sendezeit führte Trump im Weißen Haus nochmals seine Gründe für den Krieg gegen den Iran aus. Er verbreitete auch Zuversicht und lobte die Erfolge des US-Militärs wie gewohnt überschwänglich.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 110,63 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Dienstag hatte der Preis 123,21 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis gab inzwischen wieder deutlich nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.639,92 US-Dollar gehandelt. Das waren 2,51 Prozent weniger als am Vorabend. Anleiherenditen sowie der US-Dollar stärkten sich in Folge der Ansprache Trumps. Dies belastete im Gegenzug die Edelmetallpreise.

spa/mik

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