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Österreichische Staatsanleihen legen am Mittwoch zu / Hoffnung auf Kriegsende im Iran stützt Staatsanleihen - Rendite der zehnjährigen Anleihen fiel um 4 Basispunkte auf 3,39 Prozent

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben am Mittwoch zugelegt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um vier Basispunkte auf 3,39 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 30 Basispunkte. Angetrieben wurden die Anleihen von der Hoffnung auf ein nahendes Kriegsende im Iran.

Deutsche Staatsanleihen kamen nach anfänglichen Gewinnen wieder etwas zurück. Der deutsche Euro-Bund-Future hielt im Späthandel mit einem knappen Minus von 0,03 Prozent bei 125,67 Punkten.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt ein Ende des Iran-Kriegs in zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt. Die Kurse der Staatsanleihen vieler europäischer reagierten darauf zunächst mit Gewinnen. Mit der Hoffnung auf ein Kriegsende verringerten sich auch die Ängste vor hohen Ölpreisen, steigender Inflation und damit gegensteuernden Zinserhöhungen der Notenbanken.

Analysten warnten aber teilweise vor zu großer Europhorie. "Die jüngste Entspannung am Anleihemarkt wirkt fragil, da zahlreiche Risiken über das lange Osterwochenende lungern", kommentierte etwa Commerzbank-Analyst Hauke Siemßen. "Die Stimmung der Investoren hellt sich zwar etwas auf, dennoch zeigt sich noch keine Euphorie an den europäischen Handelsplätzen", beschrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Broker CMC Markets, die Lage.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre     2,60   2,69       -0,09                        0
5 Jahre     2,88   2,93       -0,05                       17
10 Jahre    3,29   3,33       -0,04                       30
30 Jahre    3,78   3,79       -0,01                       32

mik/sto

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