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Wiener Börse legt mit Hoffnung auf Kriegsende stark zu, ATX+2,5 % / Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian lassen Börsen auf kommendes Kriegsende hoffen

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Die Wiener Börse ist am Mittwoch mit einem Kurssprung in das neue Monat gestartet. Der ATX stieg bis 10 Uhr um 2,68 Prozent auf 5.486,63 Punkte. Auch an anderen Börsen in Europa ging es stark nach oben. Der Euro-Stoxx-50, der deutsche DAX, der britische FTSE und der französische CAC-40 verbuchten Gewinne um die 2 Prozent. Angetrieben wurden die Märkte von neuen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs.

Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten am Vorabend schon an den US-Börsen für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Peseschkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. US-Präsident Trump rechnet unterdessen mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Krieges in der Nacht auf Donnerstag an.

Besonders stark nach oben ging es im Vormittagshandel mit AT&S. Die Aktien des Leiterplattenherstellers lagen mit einem Plus von 10,4 Prozent ganz oben im ATX. Gut gesucht waren auch die Bankwerte Erste Group und RBI und legten 3,7 bzw. 4,2 Prozent zu. voestalpine-Aktien stiegen um 3,7 Prozent.

Die einzigen Verlierer im Index waren Öl- und Energiewerte. Aktien des Ölfeldausrüsters SBO verloren zuletzt 2,6 Prozent. OMV fielen um 1,6 Prozent. Auch an deren Börsen in Europa fanden sich Ölwerte unter den größten Verlierern. Die Rohölpreise kamen nach ihrem jüngsten Höhenflug mit den Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten am Mittwoch deutlich zurück. Der Preis für ein Fass der Referenzölsorte Brent fiel zeitweise unter die Marke von 100 Dollar, zu Wochenbeginn wurde Brent noch mit über 110 Dollar gehandelt.

Kursrelevante Unternehmensnachrichten gab es in der Früh nicht. Auf Konjunkturseite könnten der am Nachmittag anstehenden Einkaufsmanagerindex der US-Industrie für Impulse sorgen. "Regionale Fed-Umfragen fielen uneinheitlich aus und lassen per saldo allenfalls einen leichten Stimmungsrückgang erwarten", schreiben die Analysten der Helaba. Erwartet werden auch Daten zum Arbeitsmarkt vom privaten Jobdienstleister ADP.

mik/moe

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