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Wiener Börse - ATX gewinnt 0,9 Prozent / Schlechte Inflationszahlen für die Eurozone kommen nicht an den Börsen an - Hoffnung auf rasches Ende des Irankriegs

Die Wiener Börse hat am Dienstag mit guten Gewinnen geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Plus von 0,93 Prozent auf 5.343,25 Punkte. Der breiter gefasste ATX Prime legte 0,83 Prozent auf 2.651,32 Zähler zu. Auch die wichtigsten Börsen in Europa beendeten den Tag mit Zuwächsen. Die beherrschenden Themen waren heute die gestiegene Inflationsquote in der Eurozone und natürlich weiter der Iran-Krieg mit seinen ökonomischen Unwägbarkeiten.

Mit dem Ölpreisschub im Zuge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone laut den heute vom Statistikamt Eurostat vorgelegten Daten deutlich angezogen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im März um 2,5 Prozent zu. Im Februar hatte die Inflationsrate bei 1,9 Prozent gelegen. Von den Börsen kam keine echte Reaktion.

Im Irankrieg hat US-Präsident Donald Trump der Hoffnung wieder ein Stück die Tür geöffnet. Laut dem "Wall Street Journal" soll er sich gegenüber seinen Beratern bereit erklärt haben, den Krieg im Iran zu beenden. Dies solle geschehen, selbst wenn die strategisch wichtige Straße von Hormuz weiterhin weitgehend gesperrt bleibe. Er kann aber auch anders. Die USA werden nämlich nach seinen Worten Ländern, die bei ihren Öllieferungen von der Straße von Hormuz abhängen, nicht helfen. "Ihr müsst lernen, euch selbst zu verteidigen, die USA werden nicht mehr für euch da sein, genau so, wie ihr nicht für uns da wart", schrieb Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Unter den Unternehmen rückte die OMV in den Fokus. Heute wurde nämlich der formale Abschluss ihrer Milliardenfusion im Chemiebereich mit dem OMV-Partner und -Kernaktionär ADNOC bekanntgegeben. Wie die Unternehmen mitteilten, wurde die neue Borouge Group International AG mit Sitz in Wien erfolgreich gegründet. OMV legten zum Abschluss leichte 0,8 Prozent zu.

moe/spa

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