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Devisen (Früh) - Euro wenig bewegt bei 1,474 US-Dollar / Irankrieg verunsichert weiter - Hoher Ölpreis ebenso

Der Euro-Kurs hat sich am Dienstag im frühen Handel kaum verändert. Gegen 9.00 Uhr hielt die Gemeinschaftswährung bei 1,1474 US-Dollar nach 1,1465 Dollar am Montagabend. Im Monatsverlauf legte der Dollar um rund 2,9 Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Gewinn seit acht Monaten.

Der Nahost-Krieg mit seinen Unwägbarkeiten bleibt das beherrschende Thema an den Finanzmärkten. Die Verunsicherung bleibt laut Analysten groß und die Volatilität erhöht. Der Euro neigt laut den Experten der Helaba zur Schwäche, nachdem er gegenüber dem US-Dollar mehrfach daran gescheitert ist, die 21-Tagelinie zu überwinden: "Diese liefert einen ersten Widerstand bei 1,1553, gefolgt von den anderen Durchschnittslinien, die dicht beieinander im Bereich von 1,1676 bis 1,1707 zu finden sind. Unterstützung zeigt sich am bisherigen Jahrestief, das Mitte März bei 1,1411 markiert wurde."

Der Krieg im Nahen Osten tut sein Übriges dazu. Der Konflikt hat den Ölpreis im ablaufenden Monat so stark steigen lassen wie noch nie. Anleger fürchten eine höhere Inflation und ein langsameres Wirtschaftswachstum. In Verbindung mit den Ölpreisen dürften heute die Inflationsdaten der Eurozone in den Mittelpunkt rücken. Der Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank rechnet ähnlich wie schon am Vortag in Deutschland damit, dass die Inflation im Euroraum einen kräftigen Sprung von 1,9 auf 2,6 Prozent macht. Wichtig ist dies für die Erwartungen an die Geldpolitik, denn laut Stephan werden bis zum Jahresende rund drei Zinserhöhungen für die Eurozone eingepreist.

moe/mik

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