Vor Iran-Krieg: Deutsche Einfuhrpreise sinken weiter - Energie günstiger
Die Preise für nach Deutschland importierte Güter sind im Februar und damit vor dem Ölpreisschock in Folge des Iran-Kriegs weiter gesunken. Im Jahresvergleich fielen die Einfuhrpreise um 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Damit hat sich die Jahresrate im Vergleich zum Vormonat nicht verändert.
Im Vergleich zum Vormonat legten die Einfuhrpreise im Februar hingegen um 0,3 Prozent zu. Analysten hatten im Schnitt einen stärkeren Anstieg um 0,8 Prozent prognostiziert.
Erneut hatten die Energiepreise den größten Einfluss: Die Preise für importierte Energie fielen den Angaben zufolge um 20,9 Prozent im Jahresvergleich. Im Vergleich zum Vormonat stiegen sie im Februar aber um 0,9 Prozent.
"Auf die Februar-Ergebnisse der Import- und auch der Exportpreise hatten die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 keinen Einfluss", heißt es in der Mitteilung.
Wie das Bundesamt weiter mitteilte, waren alle Energieträger im Jahresvergleich günstiger. Importiertes Rohöl verbilligte sich demnach um 19,1 Prozent und Erdgas um 27,9 Prozent. Mineralölerzeugnisse, Steinkohle und elektrischer Strom waren ebenfalls zum Teil deutlich günstiger als vor einem Jahr.
Die Einfuhrpreise beeinflussen tendenziell auch die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet./jkr/zb
AXC0091 2026-03-31/08:22