Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag
mit leichten Gewinnen eröffnen. Der X-Dax
signalisiert für den Dax ein Plus von 0,4 Prozent auf
22.650 Punkte. Damit deutet sich für den deutschen Leitindex im März
ein Verlust von mehr als zehn Prozent an.
In Asien zeigten die wichtigsten Börsen am Dienstag wieder Schwäche
- allen voran der Handel in Südkorea. Die Ölpreise bleiben auf einem
hohen Niveau, nachdem ein Öltanker vor Dubai getroffen wurde.
Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen
Emirate meldeten in der Nacht erneute Angriffe. Ein Fass der
Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt knapp 108
US-Dollar.
In Verbindung mit den anziehenden Öl- und Gaspreisen dürften die
Inflationsdaten der Eurozone in den Mittelpunkt rücken. Der
Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank rechnet ähnlich
wie schon am Vortag in Deutschland damit, dass die Inflation im
Euroraum einen kräftigen Sprung von 1,9 auf 2,6 Prozent macht.
Wichtig ist dies für die Erwartungen an die Geldpolitik, denn laut
Stephan werden bis zum Jahresende rund drei Zinserhöhungen für die
Eurozone eingepreist.
Aus Unternehmenssicht könnten die Aktien der Norma Group
einen Blick wert sein. Der
Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer setzte sich für das
laufende Jahr vorsichtige Wachstumsziele. Der Umsatz könnte um bis
zu 2 Prozent zulegen, im schlechten Fall aber auch stagnieren, hieß
es. Analysten hatten bislang mit einem Erlösplus im mittleren
einstelligen Prozentbereich gerechnet. Die Dividende soll von 40 auf
14 Cent je Aktie sinken. Die vorläufigen Zahlen zum Vorjahr
bestätigte das Unternehmen.
Der Pharmahersteller Dermapharm will nach einem
Erlösrückgang im vergangenen Jahr wieder wachsen. So soll der Umsatz
2026 bei 1,182 bis 1,218 Milliarden Euro liegen und das bereinigte
operative Ergebnis (Ebitda) bei 331 bis 341 Millionen Euro. An die
Aktionäre soll eine um zwei Cent niedrigere Dividende von 88 Cent je
Aktie ausgeschüttet werden. Das Management hatte bereits Eckdaten
für 2025 vorgelegt.
Die Papiere von Südzucker könnten ihre jüngste
Kursrally fortsetzen, nachdem die britische Bank Barclays sie gleich
um zwei Schritte von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und
das Kursziel von 9 auf 15 Euro angehoben hatte. Wegen des globalen
Ölpreisschocks seien die Ethanolpreise deutlich gestiegen, während
sich die Fundamentaldaten für Zucker vor den EU-Preisanpassungen
besserten, schrieb Analyst Alex Sloane. Dies dürfte die Gewinne in
den beiden kommenden Jahren klar steigern und die operativen Risiken
verringern, glaubt er./edh/jha/