Österreichische Staatsanleihen legen am Montag zu / EZB-Vertreter dämpfen Zinssenkungsängste
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Montag etwas erholt und zugelegt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um 8 Basispunkte auf 3,37 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 34 Basispunkte.
Auch deutsche Staatsanleihen konnten zum Wochenstart Boden gut machen. Der deutsche Euro-Bund-Future stieg im Späthandel um 0,60 Prozent auf 125,18 Punkte.
Gestützt wurden die Anleihen am Montag von den Kommentaren einiger EZB-Vertreter. Nachdem zuletzt noch die hohen Ölpreise Ängste vor Inflation und damit auch gegensteuernden Zinserhöhungen geschürt hatten, dämpften einige EZB-Notenbanker die Zinsängste etwas.
Das französische EZB-Ratsmitglied François Villeroy de Galhau hat die Spekulation auf eine schnelle Zinserhöhung wegen des Ölpreisschocks in einem Interview als verfrüht bezeichnet. Neben Villeroy de Galhau hat sich auch EZB-Direktorin Isabel Schnabel zuletzt eher zurückhaltend zur Möglichkeit einer schnellen Zinserhöhung gezeigt. Die EZB sollte ihre Reaktion auf den Iran-Krieg nicht überstürzen. "Wir haben Zeit, die Daten zu prüfen und zu analysieren, was tatsächlich geschieht", sagte Schnabel am Freitag bei einer Veranstaltung in Zürich.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,69 2,74 -0,05 8 5 Jahre 2,98 3,04 -0,06 23 10 Jahre 3,37 3,45 -0,08 34 30 Jahre 3,84 3,90 -0,06 34
mik/spa