Wiener Börse startet schwächer - ATX verliert 0,7 Prozent / Iran-Krieg weiter im Fokus - RBI nach Meldung einer Übernahme in Rumänien 3 Prozent im Minus - Ölwerte OMV und SBO gut gesucht - Inflationsdaten im Fokus
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Die Wiener Börse ist am Montag mit Verlusten in die Woche gestartet. Der ATX fiel zuletzt um 0,65 Prozent auf 5.236,30 Punkte. Der breiter gefasste ATX Prime gab 0,60 Prozent auf 2.603,07 Zähler nach. Insgesamt zeigten sich die Börsen in Europa ohne klare Richtung. Für Verunsicherung sorgt zum Wochenstart weiter die Lage im Nahen Osten.
Unter Druck kamen nach Meldung einer Übernahme in Rumänien die Aktien der RBI und verloren 2,7 Prozent. Die Bank hat in der Nacht auf Samstag bekannt gegeben, dass sie die rumänischen Geschäftsbereiche der BBVA-Tochter Garanti für 591 Mio. Euro übernehmen werde. Die Analysten der Erste Group werteten die Übernahme in einer ersten Reaktion positiv. Der Kauf passe gut in die Gesamtstrategie der RBI und verringere zudem den relativen Anteil des Russlands-Geschäfts, so das Fazit der Experten.
Sehr schwach zeigten sich im ATX auch Lenzing-Aktien und verloren 2,8 Prozent. Unter den weiteren Verlierern fanden sich voestalpine mit einem Minus von 1,8 Prozent. Titel des Anlagenbauers Andritz lagen bedingt durch ihren Dividendenabschlag 4,2 Prozent im Minus.
Gut gesucht waren angesichts weiter steigender Ölpreise die Aktien des Energiekonzerns OMV (plus 1,8 Prozent) und des Ölfeldausrüsters SBO (plus 3,4 Prozent). Der Preis für ein Fass der Referenzölsorte Brent stieg angesichts der Unsicherheiten rund um den Iran-Krieg zuletzt um 1,2 Prozent auf gut 116 Dollar je Fass. Die Ölpreise gelten derzeit als Gradmesser der Konjunktur- und Inflationsängste an den Märkten.
Mit Spannung erwartet werden an den Börsen angesichts der kursierenden Inflationssorgen auch die zum Wochenstart anstehenden Daten zur Preisentwicklung in Deutschland und der Eurozone. In Deutschland kommen im Tagesverlauf Inflationsdaten aus mehreren Bundesländern, um 14 Uhr werden dann die gesamtdeutschen Zahlen veröffentlicht. Die Analysten der Helaba erwarten angesichts der jüngsten Benzinpreisanstiege einen Sprung der Inflationsrate in Richtung 3 Prozent. Am Dienstag stehen dann Inflationsdaten für die Eurozone an.
mik/moe
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