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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 27.03.2026 - 17.15 Uhr

ROUNDUP 2: Trump verlängert Ultimatum für Iran zum zweiten Mal

WASHINGTON/TEHERAN - US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum zum Einlenken der iranischen Führung im Krieg noch einmal verschoben. Die Frist zur Freigabe der Straße von Hormus werde auf Bitte des Irans verlängert, bis zum 6. April (US-Ortszeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche an. Allerdings hatte die Führung in Teheran zuvor schon erklärt, dass sie sich ohnehin keinem Ultimatum zu beugen gedenke. Medienberichten zufolge erwägt die US-Regierung nun die Verlegung 10.000 zusätzlicher Soldaten in die Konfliktregion.

USA: Michigan-Konsumklima sinkt stärker als erwartet - Iran-Krieg belastet

MICHIGAN - Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im März stärker als erwartet eingetrübt. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs belasten. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 3,3 Punkte auf 53,3 Punkte. Dies ist der niedrigste Stand seit Dezember. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 54 Punkte erwartet. In einer ersten Schätzung waren noch 55,5 Punkte ermittelt worden.

Spaniens Inflation springt nach oben - Ölpreisschock treibt die Preise

MADRID - In Spanien hat sich die Inflation im März wegen des Ölpreisschocks im Zuge des Iran-Kriegs deutlich verstärkt. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Jahresvergleich um 3,3 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs, hatte die Inflationsrate nur bei 2,5 Prozent gelegen. Der Anstieg wurde laut dem Statistikamt INE durch gestiegene Kraftstoffpreise verursacht.

Arbeitslosigkeit steigt, Beschäftigung stagniert

NÜRNBERG - Der Krieg im Iran hat auch Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat im März den vierten Rückgang in Folge verzeichnet und kam auf 99,4 Punkte. Ein Wert von 100 Punkten gibt eine neutrale Entwicklung am Arbeitsmarkt an, 110 wäre eine besonders gute, 90 eine besonders schlechte Entwicklung.

Ökonom Felbermayr ist neuer Wirtschaftsweiser

WIESBADEN - Der österreichische Ökonom Gabriel Felbermayr ist offiziell in den Rat der "Wirtschaftsweisen" berufen worden. Das teilte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wie das Gremium offiziell heißt, in Wiesbaden mit.

Umfrage: Mehrheit gegen Mehrwertsteuerreform und Ende des Ehegattensplittings

BERLIN - Eine Mehrheit der Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und eine Abschaffung des Ehegattensplittings. 53 Prozent der Befragten lehnen eine Erhöhung des regulären Mehrwertsteuersatzes und die gleichzeitige Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ab, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey im Auftrag des Nachrichtensenders Welt TV ergab. 27 Prozent sind für eine solche Mehrwertsteuerreform.

Schärfere Regeln für Millionen Menschen mit Bürgergeld

BERLIN - Für Menschen mit Bürgergeld gelten künftig schärfere Regeln bis hin zu möglichen Total-Sanktionen. Der Bundesrat billigte in Berlin die strengeren Regeln für die "neue Grundsicherung", die das Parlament Anfang des Monats mit Koalitionsmehrheit und Ablehnung der Opposition beschlossen hatte. Damit setzte die Länderkammer den Schlusspunkt hinter monatelange Debatten.

Kreml: Russlands Wirtschaft will für Ukraine-Krieg spenden

MOSKAU - Der von Kremlchef Wladimir Putin befohlene Krieg gegen die Ukraine wird immer teurer - nun sollen sich nach offizieller Darstellung Großspender aus der Industrie angeboten haben. Es sei nicht wahr, dass Putin bei einer Sitzung des Unternehmer- und Industriellenverbandes um Geld gebeten habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Vielmehr sei die Initiative von einem Geschäftsmann ausgegangen.

China kontert USA im Handelsstreit

PEKING - Als Reaktion auf US-Ermittlungen im Handelsstreit hat China zwei Gegenuntersuchungen gegen die USA eingeleitet. Das Handelsministerium in Peking teilte mit, die Verfahren richteten sich gegen US-Praktiken, die den Absatz chinesischer Waren in den Vereinigten Staaten behinderten.

EZB: Inflationserwartungen der Verbraucher sinken im Februar

FRANKFURT - In der Eurozone sind die Inflationserwartungen der Verbraucher im Februar leicht gesunken. Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten die Konsumenten auf Sicht von 12 Monaten eine Preissteigerung um 2,5 Prozent, wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Zuvor hatten die befragten Verbraucher noch eine Inflation von 2,6 Prozent erwartet und Analysten waren von einem Anstieg auf 2,8 Prozent ausgegangen.

Ifo: Stellenabbau etwas langsamer, aber keine Trendwende

MÜNCHEN - Der Stellenabbau bei Unternehmen in Deutschland hat sich nach Angaben des Ifo-Instituts etwas verlangsamt. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im März im Vergleich zum Vormonat leicht auf 93,4 Punkte. "Die Unternehmen planen zwar etwas seltener, Stellen zu streichen. Es ist aber noch zu früh, um von einer echten Trendwende zu sprechen", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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