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Wadephul warnt: Ukraine-Hilfe darf wegen Iran nicht bröckeln

Außenminister Johann Wadephul warnt davor, dass die Unterstützung der Ukraine wegen des Iran-Kriegs weiter bröckelt. "Es darf keine Abstriche geben, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht", sagte der CDU-Politiker nach Ukraine-Gesprächen der Außenminister der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien (G7) bei Paris. Dies würde Kremlchef Wladimir Putin nur in die Hände spielen.

"Putin hofft auf zynische Weise, dass die Eskalation im Nahen Osten unsere Aufmerksamkeit von seinen Verbrechen in der Ukraine ablenkt. Dieses Kalkül darf nicht aufgehen", sagte der deutsche Außenminister. Der Druck auf Russland müsse hoch bleiben, etwa mit Sanktionen, Vorgehen gegen die russische Schattenflotte und Druck auf den russischen Energiesektor. Wadephul nahm dabei auch die USA, die erst kürzlich Sanktionen auf russische Öl-Lieferungen zeitweise gelockert hatten, in die Verantwortung. "Das ist eine Aufgabe aller G7-Partner."

Minister sieht Produktionsengpässe bei Luftverteidigung kommen

Zur "Gruppe der Sieben" gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. US-Außenminister Marco Rubio war erst in der Nacht zum zweiten und letzten Tag des Treffens angereist.

Wadephul sagte mit Blick auf die Konflikte in der Ukraine und im Iran aber auch: "Für die Zukunft ist es vollkommen klar, dass der ganze Bereich der Luftverteidigung von herausragender Bedeutung werden wird und dass wir natürlich Produktionsengpässe zu beobachten haben werden." Die Bundeswehr plane, mehr Waffen für die Luftverteidigung anzuschaffen. Gemeinsam mit der Verteidigungsindustrie in Deutschland und Europa werde man darüber sprechen müssen, wie man in dem Bereich noch besser und effektiver werde./rbo/bk/DP/stw

AXC0209 2026-03-27/13:59

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