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Arbeitslosigkeit steigt, Beschäftigung stagniert

Der Krieg im Iran hat auch Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat im März den vierten Rückgang in Folge verzeichnet und kam auf 99,4 Punkte. Ein Wert von 100 Punkten gibt eine neutrale Entwicklung am Arbeitsmarkt an, 110 wäre eine besonders gute, 90 eine besonders schlechte Entwicklung.

"Angesichts von Iran-Krieg und Ölpreisschock gibt es weiterhin keine Erholungssignale vom deutschen Arbeitsmarkt", sagte der Leiter des Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen am IAB, Enzo Weber. Die Arbeitslosigkeit werde in den nächsten Monaten weiter steigen, während die Beschäftigung weitgehend stagniere. In ihrer mittelfristigen Prognose erwarten die Nürnberger Forscher allerdings für die zweite Jahreshälfte eine Erholung.

Auch im europäischen Ausland sei die Lage ähnlich, sagte Weber. "Die europäischen Arbeitsmarktaussichten stagnieren. Angesichts der Weltlage kann man das schon als gute Nachricht sehen", betonte Weber.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer basiert auf einer Umfrage unter allen deutschen Arbeitsagenturen zu deren Erwartungen für die jeweils folgenden drei Monate. Die Antworten für die März-Umfrage erfolgten im Wesentlichen in den drei Tagen ab dem 11. März 2026. Der Iran-Krieg und der Ölpreisschock waren zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt./dm/DP/stk

AXC0150 2026-03-27/11:45

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