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Wiener Aktienmarkt vorbörslich klar schwächer erwartet / ATX mit minus 1,09 Prozent indiziert, nach deutlichen Vortageszuwächsen - Porr mit Zahlenvorlagen im Blick

Der Handelsstart an der Wiener Börse wird am Donnerstag mit einer schwächeren Tendenz erwartet. Bankenindikationen taxierten den ATX rund 30 Minuten vor Sitzungsauftakt mit einem Rückgang von 1,09 Prozent, nachdem er zur Wochenmitte noch deutlich zugelegt hatte. Auch an den europäischen Leitbörsen werden zum Auftakt klare Rückgänge erwartet.

Die Schlagzeilen zum Nahost-Krieg beeinflussen die Finanzmärkte und sorgen für ein Wechselbad der Gefühle, schreiben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick. "Mal gibt es Phasen der Hoffnung und Zuversicht, mal Zeiten der Ernüchterung und Sorgen. Eines lässt sich schon jetzt sagen: Die Volatilität und Unsicherheit bleiben auch in den kommenden Tagen und Wochen erhöht", formulierten die Experten weiter.

Mit einer Zahlenvorlage rückte am heimischen Aktienmarkt die Porr ins Blickfeld. Der Baukonzern hat im vergangenen Jahr 2025 einen Gewinn von 136,7 Millionen Euro gemacht. Ein Plus von 25,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024. Auf das laufende Jahr 2026 blicke man zuversichtlich. Gegen steigende Energiepreise infolge des Iran-Krieges sei man vorerst preislich abgesichert. Im Fall eines längeren Konfliktes, könnten sich aber Auswirkungen auf die Materialpreise ergeben. Der Umsatz wurde 2025 um 1,7 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro gesteigert. Der Auftragseingang stieg um 14,1 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro.

Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch mit deutlichen Zuwächsen aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex ATX steigerte sich zum Sitzungsende um starke 2,58 Prozent auf 5.404,63 Punkte. Mit der Hoffnung auf Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Krieges ging es europaweit mit den Aktienkursen klar nach oben.

Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:

AT&S       +11,58% 55,40 Euro
Lenzing    +6,02%  24,65 Euro
Frequentis +5,37%  70,60 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:

Flughafen Wien  -1,54% 51,00 Euro
Telekom Austria -1,41% 9,07 Euro 
UBM Development -0,85% 17,50 Euro

ste/ger

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