Wiener Börse - ATX baut zum Schluss 0,15 Prozent auf / Unübersichtliche Lage im Nahen Osten dominieren die Märkte - OeNB prognostiziert ein schwaches Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent
Der Wiener Aktienmarkt ist am Dienstag nach anfänglichen Verlusten mit leichten Zuwächsen aus dem Handel gegangen. Der Leitindex ATX baute zum Schluss 0,15 Prozent auf 5.268,58 Punkte auf. Der ATX Prime legte 0,17 Prozent auf 2.617,71 Zähler zu. Die wichtigsten europäischen Börsen gingen uneinheitlich aus dem Handelstag. Unsicherheitsfaktor für die Märkte bleibt weiter die unklare Situation im Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran.
In Nahost gehen die Kämpfe weiter, und am Markt werden hinter die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten wieder zunehmend Fragezeichen gesetzt. Donald Trump hatte am Vortag ein Ultimatum an den Iran verschoben und von "produktiven" Gesprächen mit dem Kriegsgegner gesprochen. Der Iran dagegen dementierte Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. Einige Marktbeobachter warnen bereits vor einer weiteren Eskalation im Irankrieg. Das wäre vor allem dann der Fall, wenn Saudi-Arabien in den Krieg eintreten würde.
In Österreich trüben der Irankrieg und die damit steigenden Energie-Rohstoffpreise die Aussichten für das heimische Wirtschaftswachstum. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet daher für das laufende Jahr nun ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, vor Weihnachten lag die Prognose noch bei 0,8 Prozent. Der Krieg und seine Auswirkungen seien sehr ernst, sagte OeNB-Gouverneur Martin Kocher am Dienstag zum Iran-Krieg. "Gleichzeitig ist es aber nicht angebracht, in Panik zu verfallen."
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