Wiener Börse (Nachmittag) - ATX zeigt sich erholt / Trump kündigt Aussetzung von Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Iran an - Palfinger kehrt in ATX zurück
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montagnachmittag nach einem sehr schwachen Start in die Woche erholt gezeigt. Der ATX stieg um 1,19 Prozent auf 5.257 Punkte. Der ATX Prime gewann 1,18 Prozent auf 2.612 Zähler. Die europäischen Börsen drehten ebenfalls zu Mittag klar in die Gewinnzone. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, das Pentagon anzuweisen, jegliche militärische Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen.
Die Aussetzung sei aber vom Erfolg laufender Treffen und Gespräche abhängig, teilte Trump weiter mit. In den beiden vergangenen Tage habe es gute und produktive Gespräche mit dem Iran gegeben. Die Iran-Gespräche beträfen die "vollständige und endgültige Beilegung unserer Kampfhandlungen", erklärte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Der Iran dementierte die Aussagen Trumps, wonach Verhandlungen zwischen Teheran und Washington liefen, umgehend. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen FARS und Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionswächtern nahestehen.
Der ATX wird von AT&S sowie Lenzing gestützt. Die AT&S-Aktien stiegen um 7,44 Prozent. Lenzing legte um 5,77 Prozent zu, voestalpine um 4,31 Prozent.
Palfinger kehrte mit dem heutigen Handelsstart an Stelle des Immobilienunternehmens CPI Europe (früher Immofinanz) in den österreichischen Leitindex zurück. Zuletzt war der Salzburger Kranhersteller 2010 im ATX gelistet. "Das wird uns international helfen, leichteren Zugang zu Investoren zu erhalten", hatte Palfinger-Finanzchef Felix Strohbichler bei der Bekanntgabe der Änderung Anfang März gesagt. Die Werte von Palfinger gaben allerdings 1,41 Prozent nach.
Verluste gibt es vor allem bei den Energie- und Öl-Werten. Verbund lag am unteren Ende mit einem Minus von 4,58 Prozent. Auch die Aktien von EVN und SBO verloren.
Die Erste Group Research beließ bei Kapsch TrafficCom das Kursziel von 5,80 Euro sowie die Empfehlung "Hold" bei. Der Iran-Krieg könnte mittelfristig auf das Geschäft negativ wirken, so die Erste-Analysten. Die Aktien des Mautsystemanbieters notierten im Verlauf bei 5,34 Euro um 1,52 Prozent höher.
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