ROUNDUP: Trump verschiebt Ultimatum - 'Produktive' Gespräche mit Iran
US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur zu fliegen. Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social in Versalien. An den Finanzmärkten zogen die Aktiennotierungen an, während die Öl- und Gaspreise deutlich sanken.
Der US-Präsident hatte dem Iran zuvor mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die für die Weltwirtschaft bedeutende Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Diese Frist wäre in der deutschen Nacht zum Dienstag ausgelaufen. Der Iran drohte daraufhin mit der vollständigen Schließung der Meerenge für den Fall von US-Angriffen.
Jetzt schrieb Trump von "detaillierten und konstruktiven Gespräche", die in dieser Woche fortgesetzt werden sollen. Die Aussetzung der Angriffe sei vorbehaltlich des Erfolgs der weiteren Treffen und Verhandlungen.
Der Konflikt um die Straße von Hormus
Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Straße von Hormus per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an - mit gravierenden Auswirkungen auf den weltweiten Handel von Gas und Öl.
Die Meerenge ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Passage transportiert. Der größte Teil davon geht in Richtung China, Indien und in andere asiatische Länder. Auch etwa 20 Prozent des weltweiten Flüssiggashandels läuft durch die Meerenge.
Die Menschen in Deutschland spüren die Auswirkungen der faktischen Blockade unter anderem beim Tanken, weil die Preise für Benzin und Diesel stark gestiegen sind. Experten vermuten, dass auch Lebensmittel teurer werden könnten./mj/DP/men
AXC0146 2026-03-23/12:46