Wiener Börse startet tiefer - ATX verliert 2,47 Prozent / Beginn der Handelswoche weiter im Zeichen des Iran-Krieges
Erneut steht der Beginn einer Handelswoche am Wiener Aktienmarkt im März im Zeichen des Iran-Krieges. Dabei gab es am Wochenende gegenseitige Drohungen um die Straße von Hormuz, die der Iran faktisch blockiert. Die Meerenge vor Irans Küste ist eine wichtige Ader für den Welthandel mit Öl und Flüssiggas. Der ATX fiel am Montag rund 40 Minuten nach dem Handelsstart um 2,47 Prozent auf 5.066 Punkte. Der ATX Prime verlor 2,43 Prozent auf 2.518 Zähler.
Der Iran drohte nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormuz, sollten die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die Konsequenz werde eine totale Sperre sein, teilten die iranischen Revolutionsgarden am Sonntag über den Staatssender IRIB mit. Trump hatte zuvor mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormuz vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.
"Besonders die anhaltend hohen Energiepreise bereiten Sorgen. Dadurch werden Inflations- und Konjunkturängste befeuert, was sich wiederum negativ auf die Stimmungslage niederschlägt", hieß es im Tagesausblick von Helaba. In dieser Woche stehen laut Helaba mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und in der Eurozone sowie dem ifo-Geschäftsklima wichtige Befragungen im Unternehmenssektor an, die üblicherweise weniger volatil sind als Umfragen unter Finanzmarktteilnehmern. "Dennoch sind auch die Unternehmen stark besorgt, denn bereits vor dem Ausbruch des Iran-Konflikts waren die Energiepreise in Deutschland vergleichsweise hoch", so die Helaba-Experten.
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