Ukrainische Unterhändler reisen zu Gesprächen in die USA
Für die Vorbereitung einer neuen Runde von Friedensgesprächen mit Russland reist eine ukrainische Unterhändlergruppe am Samstag in die USA. Themen werden dabei auch in Arbeit befindliche Abkommen über US-amerikanische Sicherheitsgarantien und ein Wiederaufbauplan für die kriegsversehrte Ukraine sein, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj gegenüber Journalisten ankündigte. Zudem soll über das Nato-Waffenkaufprogramm PURL und konkret den Erwerb von Flugabwehrraketen für die von Kiew genutzten US-amerikanischen Patriot-Systeme gesprochen werden. Russische Vertreter werden nicht erwartet.
Die ukrainische Gruppe wird vom Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, geleitet. Ihr gehören auch Selenskyjs Kanzleichef, Kyrylo Budanow, der Fraktionschef der Präsidentenpartei im Parlament, David Arachamija, und Vizeaußenminister Serhij Kyslyzja an. Erwartet wird, dass der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, die US-Seite vertreten.
Zuletzt gab es Mitte Februar in Genf (Schweiz) von den USA vermittelte direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine für ein Ende des seit 2022 währenden Krieges. Eine neue für Anfang März geplante Verhandlungsrunde in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) ist wegen des Iran-Krieges auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Washington drängt Moskau und Kiew seit längerem, ihren Konflikt auf diplomatischem Wege zu beenden./ast/DP/stk
AXC0234 2026-03-20/18:34