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Wiener Börse - Iran-Sorgen drücken ATX auf Jahrestief / Österreichs Leitindex verliert 1,3 Prozent, minus 8,9 Prozent seit Kriegsanfang

Neue Nahost-Sorgen haben den ATX am Freitag auf ein Jahrestief gedrückt. Nach einem frühen Erholungsversuch sorgten offenbar die US-Medienberichte für Unruhe, wonach die USA neue Truppen in die Region entsenden. Dass kein nahes Ende absehbar ist, nährt Sorgen vor längerfristig steigenden Energiepreisen und zunehmendem Inflationsdruck. Die Anleiherenditen stiegen darauf europaweit deutlich an, was die Aktienkurse zusätzlich belastete.

Schlussendlich ging der ATX um 1,30 Prozent tiefer auf 5.194,82 Punkten aus dem Geschäft. Das war der tiefste Stand seit Ende Dezember. In gleicher Höhe fällt auch der Wochenverlust aus; seit Beginn des Krieges im Nahen Osten beläuft sich das Minus für den Leitindex auf 8,9 Prozent. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 1,26 Prozent auf 2.581,33 Zähler hinab.

Noch stärkere Abgaben wurden teilweise im europäischen Umfeld verbucht. Der Euro gab gegenüber dem US-Dollar nach, während die Renditen europäischer Staatsanleihen deutlich anzogen. An den Energiemärkten kam es zwar nur zu vergleichsweise moderaten Preisanstiegen, die Öl- und Gasnotierungen halten sich aber auf erhöhtem Niveau.

spa/ste

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