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APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K

Zweidrittelmehrheit für Spritpreismaßnahmen gebraucht

Wien - Die Begutachtung der regierungsseitig angekündigten Eingriffe in die Spritpreisentwicklung läuft - bis Dienstagmittag. Das Gesetz ist Grundlage einer in Vorbereitung stehenden Verordnung, die Details regle, damit das Paket per 1. April in Kraft treten kann. Die Regelung ist vorübergehend, läuft mit 30. Dezember wieder aus, so das Wirtschaftsministerium Donnerstagabend. Für den Beschluss im Nationalrat braucht es laut den Angaben eine Zweidrittelmehrheit.

Gas- und Ölpreis nach Angriffen auf Katar stark gestiegen

Wien/Amsterdam - Die Preise für europäisches Erdgas und Brent-Erdöl sind am Donnerstag deutlich gestiegen. Katars bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Nachmittag um 12,9 Prozent auf 61,67 Euro je MWh zu, lag zeitweise um etwa 25 Prozent im Plus. Der Preis für Brent-Rohöl stieg zeitweise auf nahe 120 Dollar.

Vergeltung Irans gegen Golfstaaten - Sorge vor Energiekrieg

Washington/Riad - Nach iranischen Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar und der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge vor einem folgenreichen Energiekrieg. Das US-Militär werde das bedeutende Gasfeld "South Pars" massiv attackieren, sollte der Iran weiter Katars Gasindustrie angreifen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Preis für europäisches Erdgas stieg daraufhin in der Spitze um mehr als 30 Prozent.

EU-Gipfel - Orbán blockiert Ukraine-Milliardenkredit weiter

Brüssel/EU-weit - Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán lehnt eine Zustimmung zum 90 Milliarden Euro-Kredit für die Ukraine weiter ab. Die EU-Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), nahmen am Donnerstag in Brüssel den Teil der Gipfel-Erklärung zur Ukraine laut Angaben aus dem Rat zu 25. an: ohne Ungarn und die Slowakei. Beide Länder werfen der Ukraine vor, die Reparatur der beschädigten Druschba-Pipeline, die russisches Öl pumpt, zu verzögern.

SOS-Kinderdorf-Geschäftsführerin Schlack hat gekündigt

Wien - SOS-Kinderdorf hat eine drastische Personaländerung vollzogen: Geschäftsführerin Annemarie Schlack hat laut einer Aussendung vom Donnerstag "auf eigenen Wunsch ihr Dienstverhältnis gekündigt und ist aus der Geschäftsführung ausgeschieden". Als interimistischen Nachfolger bestellte der Aufsichtsrat Wolfram Brugger, "einen erfahrenen, langjährigen Standortleiter von SOS-Kinderdorf", in die Geschäftsführung.

EZB hält Zinsen trotz Inflationsgefahren stabil

Frankfurt - Die Europäische Zentralbank hält die Leitzinsen trotz Sorgen vor einer neuen Inflationswelle wegen des Iran-Kriegs unverändert. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Damit tastet die EZB zum sechsten Mal in Folge die Zinsen nicht an. Allerdings erwartet die Notenbank wegen des Ölpreisschocks und steigender Energiekosten einen Inflationsschub im Euroraum.

Land Salzburg zahlt den Pflegebonus jetzt doch weiter aus

Salzburg - Rückzug vom Rückzug: Das Land Salzburg wird nun doch den Pflegebonus in der derzeitigen Form beibehalten. Das teilte das Land am Donnerstagnachmittag mit. Nach einem halben Dutzend Verhandlungsrunden habe sich gezeigt, dass alle angedachten alternativen Lösungen mit erheblichen rechtlichen Umsetzungsschwierigkeiten verbunden gewesen wären. Außerdem möchte sich Salzburg dafür einsetzen, dass es auch nach Auslaufen des Pflegebonus des Bundes "eine faire Lösung" geben werde.

ORF - Weißmann brachte Strafanzeige gegen zwei Personen ein

Wien - Roland Weißmann hat nach seinem Rücktritt als ORF-Generaldirektor seinen Anwalt die bereits angekündigte Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft (StA) Wien einbringen lassen. Sie richte sich gegen zwei Personen, berichtete die "Krone", was der APA von StA-Wien-Sprecherin Nina Bussek bestätigt wurde. Weißmanns Anwalt Norbert Wess wollte sich zur Strafanzeige auf APA-Anfrage nicht äußern, da die Anfangsverdachtsprüfung durch die StA noch laufe.

Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick erfolgte automatisch.

red

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