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Spahn warnt vor Erstarken des Mullah-Systems

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) warnt vor einer möglichen Stärkung des repressiven iranischen Machtapparats. "Wir weinen toten Mullahs keine Träne nach", sagte Spahn im Bundestag mit Blick auf die gezielten Tötungen führender Vertreter durch Israel und die USA. Der Krieg sollte bald enden, sagte Spahn, "aber nicht um jeden Preis".

Das Mullah-System müsse am Ende des Kriegs deutlich schwächer sein als vorher. Andernfalls drohe die Gefahr, dass es umso entschlossener nach der Atombombe greife. Nachdem der Krieg einmal begonnen worden sei, "ist es nicht in unserem nationalen Interesse, dass das Regime gestärkt daraus hervorgeht", erklärte Spahn.

Zugleich dürfe Deutschland erwarten, "dass wir als Bündnispartner in strategische Überlegungen einbezogen werden", sagte er angesichts der Alleingänge der US-Regierung von Präsident Donald Trump. "Wir wollen eine enge Partnerschaft, aber enge Partnerschaft bedeutet eben nicht blinde Gefolgschaft", sagte Spahn nach einer Regierungserklärung von Kanzler Friedrich Merz (CDU)./bw/DP/zb

AXC0234 2026-03-18/15:54

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