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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 17.03.2026 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: ZEW-Konjunkturerwartungen brechen wegen Iran-Krieg ein

MANNHEIM - Der Iran-Krieg hat zu einem Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen im März geführt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat für Deutschland um 58,8 Punkte auf minus 0,5 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen weniger deutlichen Rückgang auf plus 39,2 Punkte erwartet.

ROUNDUP/Ökonomen: Großteil der neuen Staatsschulden zweckentfremdet

MÜNCHEN - Die Bundesregierung hat nach Berechnungen des Ifo-Instituts und des IW Köln ihre eigentlich für Investitionen vorgesehenen neuen Milliardenschulden bislang hauptsächlich für Haushaltslöcher ausgegeben. Von den 2025 im Rahmen des "Sondervermögens für Klimaneutralität und Infrastruktur" (SVIK) aufgenommenen Krediten in Höhe von 24,3 Milliarden Euro seien 95 Prozent nicht für Investitionen genutzt worden, schreiben die Münchner Ökonomen in ihrer Analyse. Das IW Köln kommt in seiner separaten Analyse zu ganz ähnlichen Ergebnissen.

Schneider: EU-Emissionshandelssystem behalten, aber anpassen

BRÜSSEL - Mit Blick auf die hohen Energiepreise will Bundesumweltminister Carsten Schneider das europäische Treibhausgashandelssystem anfassen. Leichte Anpassungen wolle man insbesondere für die Chemieindustrie, wo es eine Sonderbelastung gebe, sagte Schneider am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel. Dabei geht es vor allem um die Festlegung, wie viel CO2 eine Industrieanlage ausstoßen darf, um kostenlose Zertifikate zu bekommen. "Aber alles andere muss in der Richtung bleiben und hat sich auch bewährt", so der SPD-Politiker.

Union: Neue Preisregeln an Tankstellen sollen von Dauer sein

BERLIN - Die geplanten Neuregelungen an den Tankstellen wegen der hohen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs sollen aus Sicht der Union nicht nur vorübergehend in der akuten Krise gelten. Die Lösung werde dann auch von Dauer sein, sagte Unions-Fraktionsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) in Berlin. Damit biete sich die Chance, dass es für die Verbraucher zu einer besseren Preisentwicklung komme und natürlich auch zu mehr Transparenz.

Australiens Notenbank erhöht Zinsen - Hartnäckige Inflation, hohe Energiepreise

SYDNEY - Die Notenbank von Australien hat wie erwartet die Zinsen erhöht und auf eine hartnäckig hohe Inflation verwiesen. Der Leitzins werde um 0,25 Prozentpunkte auf 4,10 Prozent angehoben, teilte die Zentralbank am Dienstag in Sydney mit. Analysten hatten diesen Zinsschritt im Schnitt erwartet. Bereits im Februar wurden der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöht, nachdem er im vergangenen Jahre dreimal gesenkt worden war.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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AXC0266 2026-03-17/17:06

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