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Hebammen bekommen mehr Geld

Hebammen sollen besser bezahlt und zu weniger Bürokratie verpflichtet werden. Mit einer Einigung auf zentrale Details setzte eine Arbeitsgruppe von Berufsverbänden und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen den vorläufigen Schlusspunkt hinter ein monatelanges Ringen. Die Hebammenverbände hatten davor gewarnt, dass Gebärende in Deutschland andernfalls künftig schlechter versorgt würden.

Unter anderem sollen Hebammen bei Geburten in Krankenhäusern anders als bisher bestimmte Zuschläge für die 1:1-Betreuung von Gebärenden auch dann bekommen, wenn die Frauen erst kurz davor erscheinen. Zudem müssen sich Hebammen etwa künftig keine Unterschrift mehr besorgen, die sie bisher zur Abrechnung telefonischer Beratung von Frauen zu Hause gebraucht hatten, wie der Deutsche Hebammenverband und der Kassenverband mitteilten. Die Verbesserungen sollen zum 1. April greifen. Auch weitere Punkte sind enthalten.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) begrüßte den Schritt als "eine gute Nachricht", die CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner als "tolles Ergebnis". Warken dankte in der "Rheinischen Post" (Mittwoch) "allen Hebammen für ihren Einsatz an der Seite der Frauen, Kinder und Familien".

Hebammen unzufrieden mit Vertrag

Ein aktueller Hebammenhilfevertrag besteht bereits, er wurde vergangenes Jahr aber durch eine Schiedsstelle festgesetzt. Unter anderem wegen ihrer Ansicht nach ungenügenden Regelungen etwa bei der Bezahlung der Betreuung von Klinikgeburten warnte der Deutsche Hebammenverband vor "geburtshilflicher Unterversorgung".

Nun will der Verband eine Klage gegen den Schiedsspruch zurücknehmen, wie es hieß. Die Arbeitsgruppe von Kassen und Hebammen will die Situation weiter im Auge behalten.

Mehr als 670.000 Neugeborene

Laut Hebammenverband werden in Deutschland bis 2030 zwischen 680.000 und 720.000 Geburten pro Jahr prognostiziert. Laut Statistischem Bundesamt gab es nach jüngsten Zahlen 2024 insgesamt 677.117 Neugeborene. Die niedrigste Geburtenzahl seit 1946 wurde 2011 mit 663.000 Neugeborenen registriert. Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen hat sich nach neuen Angaben des Statistikamts seit der Wiedervereinigung halbiert - mit 578 solcher Kliniken 2024./bw/DP/men

AXC0140 2026-03-17/11:50

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