Wiener Börse etwas höher, ATX mit plus 0,33 Prozent / Iran-Krieg weiter im Fokus - Mayr-Melnhof mit weniger Gewinn- und Umsatz -
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Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im Frühhandel etwas höher präsentiert. Der Leitindex ATX lag am Vormittag mit plus 0,32 Prozent bei 5.314,12 Punkten. Der ATX Prime gewann 0,32 Prozent auf 2.642,06 Einheiten. An Europas Börsen war keine gemeinsame Richtung wahrnehmbar. Weiterhin dreht sich alles um den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die damit verbundenen, hochvolatilen Ölpreisen.
Das Thema Iran-Krieg und die damit zusammenhängenden hohen Energiepreise bleiben das bestimmende Thema und noch ist kein Ende dieser Phase in Sicht, so die Experten der Helaba. "Steigende Inflationssorgen und zunehmende Konjunkturrisiken führen zu einem verengten Handlungsspielraum der Notenbanken. Noch herrscht die Hoffnung vor, der Energiepreisschock werde von vorübergehender Natur sein", formulierten die Analysten. Nach dem Rückgang zum Wochenanfang haben die Ölpreise am Dienstag wieder zugelegt. Derzeit liegt der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent bei knapp über 99 Dollar. Am Montag lag zum Handelsschluss bei knapp 97 Euro.
Unternehmensseitig rückte am heimischen Aktienmarkt Mayr-Melnhof Karton mit dem Jahresergebnis 2025 in den Fokus. Der Kartonhersteller hat im Geschäftsjahr 2025 weniger Umsatz und Gewinn gemacht. Unterm Strich blieb aufgrund eines höheren Steueraufwandes ein Jahresüberschuss von 77,0 Mio. Euro, das waren 30,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Der Umsatz sank um 4,8 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro. Dennoch soll die Dividende auf 2,0 Euro je Aktie ansteigen. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Dividende von 1,80 Euro ausgeschüttet. Mayr-Melnhof-Aktien verloren am Vormittag 0,66 Prozent.
Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat bekanntgegeben, ein neues Werk am Standort in St. Martin im Innkreis (Bezirk Ried) zu errichten. Bis zu 300 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Insgesamt will das Unternehmen bis 2030 rund 350 Mio. Euro weltweit in neue Technologien und den Ausbau der Standorte investieren, ging am Dienstag aus einer Aussendung hervor. Auf Basis aktueller Marktprognosen stellte FACC bis 2030 weiteres Wachstum in Aussicht. FACC lagen am Vormittag starke 5,6 Prozent im Plus. Damit war das Papier die Nummer eins im ATX Prime-Segment.
Am anderen Ende fand sich die Addiko Bank, die 3,8 Prozent abgeben musste.
moe/ste
ISIN AT0000999982