DGB-Umfrage: Viele Überstunden bei Kitas, Kliniken, Polizei
Rund 40 Prozent der Beschäftigten des öffentlichen Diensts machen laut einer DGB-Umfrage regelmäßig Überstunden. 22 Prozent leisten durchschnittlich ein bis fünf Überstunden pro Woche, 17 Prozent mehr als das, wie aus der Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten zuerst darüber. Keine Überstunden fallen demnach bei 60 Prozent der Beschäftigten des öffentlichen Diensts an.
Der DGB hatte 2025 insgesamt mehr als 4000 Beschäftigte befragt. Andere Aspekte dieses "DGB-Index Gute Arbeit" hatte der Gewerkschaftsbund bereits mitgeteilt. So haben auch viele Beschäftigte über alle Bereiche hinweg längere Arbeitszeiten als gewünscht. Lediglich 40 Prozent der Befragten würden ihre aktuelle Wochenarbeitszeit beibehalten - 53 Prozent würden sie verkürzen, wenn möglich. Sieben Prozent würden gerne länger arbeiten.
"Personaldecke immer dünner"
Der nun veröffentlichten Sonderauswertung zum öffentlichen Dienst zufolge sind dort 39 Prozent der Befragten mit ihrer aktuellen Arbeitszeit zufrieden. 56 Prozent würden gerne weniger arbeiten.
Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sagte, bei Behörden, Kitas, Krankenhäusern, Polizei und Gerichten müsse ständig länger gearbeitet werden: "Die Zahl der Aufgaben wächst, während die Personaldecke immer dünner wird."
Hannack bezeichnete Forderungen nach weniger Teilzeit und längeren Arbeitszeiten aus der Politik als "Schlag ins Gesicht all jener, die seit Jahren an der Belastungsgrenze arbeiten". Auch die geplante Abschaffung des Acht-Stunden-Tags sei ein falsches Signal. Union und SPD wollen statt des üblichen Acht-Stunden-Tags einen wöchentlichen Rahmen für die Arbeitszeit einführen./bw/DP/men
AXC0236 2026-03-13/16:40