ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Gewinne am Ende einer schwachen Woche
Der Dow Jones Industrial hat
sich am Freitag zunächst stabilisiert. Nach seinen jüngsten
Verlusten legte der Leitindex im frühen Handel um 0,4 Prozent auf
46.842 Punkte zu, nachdem enttäuschende Konjunkturdaten die
Hoffnungen der Anleger auf zumindest eine Leitzinssenkung der
Notenbank in diesem Jahr wiedererweckt hatten. Die US-Wirtschaft war
im Schlussquartal 2025 schwächer gewachsen als erwartet.
Am Vortag war der Dow wegen der fortdauernden, weitgehenden Sperre
der Straße von Hormus und der damit verbundenen Inflationssorgen
einmal mehr unter Druck geraten. Auf Wochensicht deutet sich damit
ein Minus von 1,4 Prozent an.
Der marktbreite S&P 500 stieg am Freitag um 0,1
Prozent auf 6.680 Zähler. Für den technologielastigen und
schwankungsanfälligen Nasdaq 100 ging es um 0,1
Prozent auf 24.561 Punkte nach oben.
Derweil bleibt die Unsicherheit am Markt wegen des Iran-Kriegs hoch.
Denn die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der
Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der
Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars,
dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba
Chamenei folge.
Ungeachtet dessen sehen sich die USA weiter auf dem Weg zum Erfolg.
Die Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert
worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des
Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der
Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend
zerstört. Vor diesem Hintergrund gaben die Ölpreise am Freitag zwar
etwas nach, halten sich aber hartnäckig auf hohem Niveau.
Unter den Einzelwerten richteten sich die Blicke vor allem auf Adobe
. Das baldige Ausscheiden des Chefs Shantanu Narayen
hatte am Markt Sorgen um einen möglichen Strategiewechsel des
Software-Anbieters geschürt. Die Aktien sackten um knapp sechs
Prozent ab und waren damit das klare Schlusslicht im Nasdaq 100.
Am S&P-500-Ende knickten die Papiere von Ulta Beauty
um fast elf Prozent ein. Die auf Kosmetik spezialisierte Filialkette
enttäuschte mit der Prognose für das Umsatzwachstum in diesem Jahr.
Für Linde < ging es nach einem positiven
Analystenkommentar der Bank JPMorgan um gut ein Prozent nach oben.
Der Konzern sei angesichts der gegenwärtig schwierigen
Marktbedingungen besser aufgestellt als andere Unternehmen aus der
Rohstoffbranche, schrieb Analyst Jeffrey Zekauskas. Die Kunden aus
dem US-Chemiesektor dürften operativ zulegen, um von höheren
Exportpreisen zu profitieren. Die Inflation der Rohstoffpreise
dürfte zu einem gewissen Grad an die Kunden des Herstellers
industriell genutzter Gase weitergereicht werden./la/mis