Aktien Frankfurt: Verluste vor dem Wochenende wegen hohem Ölpreis
Fast zwei Wochen nach Kriegsausbruch im Iran meiden die Anleger bei deutschen Aktien weiter das Risiko. Sie bleiben vor dem Wochenende wegen möglicher weiterer Kriegs-Ereignisse im Nahen Osten lieber vorsichtig, was auch mit dem anhaltend hohen Ölpreis in Zusammenhang steht. An den vergangenen beiden Montagen hatte es zweimal ein böses Erwachen gegeben wegen des Nahostkonfliktes.
Gegen Mittag wurde das Minus aber immerhin etwas kleiner. Zuletzt
gab der Dax
Die Öl- und Gaspreise bleiben entscheidend angesichts größer werdender Konjunktur- und Inflationssorgen. Auch am Freitag pendelte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf hohem Niveau um die 100 US-Dollar-Marke, während der Iran trotz massiver Angriffe der USA und Israels mit weiteren Attacken auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Golfregion droht.
Durch die Kursverluste an diesem Freitag weiten sich die Dax-Abgaben seit Kriegsausbruch auf mehr als sieben Prozent aus. Wie der Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank schrieb, sind die Aktienmärkte bislang noch nicht so stark gefallen wie bei früheren Ölpreisschocks. Anleger glaubten noch an den "Trump-Put", also die Annahme, dass der US-Präsident rechtzeitig eingreift, wenn die Märkte stärker unter Druck geraten.
"Die Nervosität wächst jedoch täglich und je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto stärker dürften die Märkte in Richtung Stagflation tendieren", warnt der Experte. In diesem Szenario stagniert das Wirtschaftswachstum, während die Inflation anzieht. Vor diesem Hintergrund rückten die Zinsentscheide der großen Notenbanken in den Mittelpunkt, die in der kommenden Woche anstehen.
Die Stagflationssorgen hatten zuletzt den Banken
Titel aus den Bereichen Energie, Versorger und Gesundheit sieht Cau
auf der anderen Seite als Profiteure. Aber auch Rüstungsaktien wie
Rheinmetall
Zu den Dax-Werten, die sich positiv abheben konnten, gehörten zwei
nach Hochstufungen durch Analysten. Vor allem knüpften Zalando
Qiagen
Um 8,4 Prozent unter Druck geraten sind am Freitag die Aktien von
1&1
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0128 2026-03-13/11:56
Relevante Links: United Internet AG, 1&1 AG, K+S Aktiengesellschaft, QIAGEN N.V., Deutsche Bank AG, Zalando SE, Rheinmetall AG, Commerzbank AG