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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis über 100 Dollar wenig bewegt / OPEC-Korbpreis steigt über 120 US-Dollar - Gold leicht im Plus

Die Ölpreise haben sich am Freitag auf hohem Niveau zunächst wenig bewegt. Zum Ende einer turbulenten Woche zeichnet sich somit weiter keine Entspannung ab. Die Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur zur Wochenmitte hat bisher zu keiner nachhaltigen Senkung des Niveaus geführt.

Am Markt sind alle Augen auf die praktisch geschlossene Straße von Hormuz gerichtet. Irans Führung ist trotz massiver Angriffe der USA und Israels weiter zu Gegenschlägen und Störung der globalen Ölversorgung in der Lage. Unterdessen will die US-Regierung dem stark gestiegenen Ölpreis entgegenwirken: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete zuletzt 101,03 US-Dollar. Das waren 0,57 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um 0,08 Prozent auf 95,81 Dollar.

Die iranischen Revolutionsgarden halten inzwischen an ihrer faktischen Blockade der Straße von Hormuz im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Mojtaba Khamenei folge. Der Schiffsverkehr durch die für den Öltransport wichtigen Straße von Hormuz ist nahezu zum Erliegen gekommen.

Die USA sind nach Angaben von Energieminister Chris Wright noch nicht in der Lage, Tanker durch die Meerenge zu eskortieren. Die Marine werde das relativ bald tun können, sagte Wright dem Sender CNBC. "Wir sind einfach noch nicht bereit." Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten des Irans zu zerstören.

"Dies ist die bedeutendste Unterbrechung der Ölversorgung seit den 1970er Jahren", sagte Philip Jones-Lux, leitender Marktanalyst bei Sparta Commodities, mit Blick auf frühere Versorgungsschocks im Nahen Osten. "Die Freigabe durch die Internationale Energieagentur (IEA) trägt dazu bei, die Preise von astronomischen Höhen fernzuhalten, aber wahrscheinlich nur für einen kurzen Zeitraum", fügte er hinzu.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist inzwischen kräftig gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 120,86 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 105,06 Dollar am Mittwoch. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis legte zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 5.089,08 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,19 Prozent mehr als am Vorabend.

spa/rst

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