ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Ölpreis bringt Verluste vor dem Wochenende
Fast zwei Wochen nach Kriegsausbruch im Iran meiden die Anleger bei deutschen Aktien weiter das Risiko. Sie bleiben vor dem Wochenende wegen möglicher weiterer Kriegs-Ereignisse im Nahen Osten lieber vorsichtig, was auch mit dem anhaltend hohen Ölpreis in Zusammenhang steht. Auch in Asien waren die Vorzeichen zu Wochenschluss negativ.
Nach etwas mehr als einer halben Handelsstunde gab der Dax
Die Öl- und Gaspreise bleiben entscheidend für die größer werdenden Konjunktur- und Inflationssorgen. Seit Donnerstag pendelt der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf hohem Niveau um die 100 US-Dollar-Marke, während der Iran trotz massiver Angriffe der USA und Israels mit weiteren Angriffen auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Golfregion droht. Zuletzt mussten Anleger bis zu 102,50 Dollar für 159 Liter bezahlen.
Durch die Kursverluste an diesem Freitag weiten sich die Dax-Abgaben seit Kriegsausbruch auf fast acht Prozent aus. Wie der Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank schrieb, sind die Aktienmärkte bislang noch nicht so stark gefallen wie bei früheren Ölpreisschocks. Anleger glaubten noch an den "Trump-Put", also die Annahme, dass der US-Präsident rechtzeitig eingreift, wenn die Märkte stärker unter Druck geraten.
"Die Nervosität wächst jedoch täglich und je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto stärker dürften die Märkte in Richtung Stagflation tendieren", warnt der Experte. In diesem Szenario stagniert das Wirtschaftswachstum, während die Inflation anzieht. Vor diesem Hintergrund rückten die Zinsentscheide der großen Notenbanken in den Mittelpunkt, die in der kommenden Woche anstehen.
Die Stagflationssorgen hatten zuletzt den Banken
Titel aus den Bereichen Energie, Versorger und Gesundheit sieht Cau
auf der anderen Seite als Profiteure. Ein solcher ist außerdem K+S
Zu den wenigen Dax-Werten, die sich positiv abheben konnten,
gehörten zwei nach Hochstufungen durch Analysten. Zalando
Qiagen
Unter Druck bleiben Aktien aus dem Touristikbereich, darunter jene
des Flughafenbetreibers Fraport
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0093 2026-03-13/09:55
Relevante Links: Fraport AG, Deutsche Lufthansa AG, K+S Aktiengesellschaft, QIAGEN N.V., Deutsche Bank AG, Zalando SE, Commerzbank AG