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Iran-Krise: Reiche-Berater bringen heimisches Fracking ins Spiel

Heimische Gasförderung durch Fracking ist nach Einschätzung von Beratern von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine mögliche Antwort auf die Iran-Krise. Das schreiben die vier Ökonomen in einem Kurzgutachten mit dem Titel "Eskalation im Nahen Osten: Auswirkungen auf Europa - und was (nicht) zu tun ist".

Ziel: Exportabhängigkeit reduzieren

"Eine Möglichkeit wäre es, die Gas-Extraktion etwa durch Fracking zu erlauben und ernsthaft zu prüfen, um die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu reduzieren", schreiben sie. Dies könne auch ein Signal an die heimische Industrie senden, dass sich die Bundesregierung um die Versorgungssicherheit bemühe, erklärte die Ökonomin Veronika Grimm.

Derzeit wird in Deutschland kaum Gas gefördert. Mit sogenanntem Fracking könnte sich das ändern. Dabei wird Erdgas aus unterirdischem Gestein gelöst. Kritiker fürchten Verunreinigungen des Grundwassers durch Chemikalien, auch das Umweltbundesamt sieht dies als Risiko. Gefahren ließen sich erheblich reduzieren, schreiben hingegen Reiches Berater unter Berufung auf eine Expertenkommission des Bundestags.

Welche Mengen es in Deutschland geben soll

Vorhanden seien Mengen zwischen 320 und 2.030 Milliarden Kubikmeter (bcm), heißt es in dem Gutachten unter Berufung auf andere Experten. Der Import von Flüssiggas aus den USA habe im vergangenen Jahr bei etwa 11 bcm gelegen.

Dem "Wissenschaftlichen Beraterkreis Wirtschaftspolitik" gehören neben Grimm die Wirtschaftswissenschaftler Justus Haucap, Stefan Kolev und Volker Wieland an. Der Kreis soll Reiche und ihr Haus beraten./hrz/DP/jha

AXC0077 2026-03-13/09:07

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