Tourismus-KV 2026 - 1. Gang kam verspätet aus der Küche / Vorwürfe von vida-Chef Hebenstreit ließen Arbeitgeber schäumen - Noch keine Details zu den heutigen Gesprächen
Donnerstagmittag hat die erste Runde der Kollektivvertragsverhandlungen 2026 für den Tourismussektor begonnen, bisher ist wenig nach außen gedrungen. Geplant war der Start bereits für 5. Februar, doch zuvor kochte die Stimmung zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft vida über. Nachdem eine Razzia von Polizei und Finanz zahlreiche Mängel in der Gastronomie aufdeckte, nutzte dies vida-Chef Roman Hebenstreit für eine Breitseite gegen die Branche, die säuerlich reagierte.
Die von Arbeitgeberseite geforderte Entschuldigung des streitbaren vida-Vorsitzenden blieb aus, trotzdem fanden sich heute die Sozialpartner in der Wirtschaftskammer in Wien zu einer ersten Gesprächsrunde zusammen. Im Vorfeld und auch zum heutigen Start gaben sich beide Seiten betont zurückhaltend, man wolle nichts anbrennen lassen, hieß es aus Verhandlungskreisen. Eine konkrete Forderung nach einer Lohnerhöhung hat die vida dem Vernehmen nach am Donnerstag noch nicht vorgelegt.
Übers Jahr sind zwischen 200.000 und 240.000 Menschen nach dem Kollektivvertrag für Hotellerie und Gastronomie angestellt. Sie sind in rund 65.000 Betrieben beschäftigt. Die Einstiegsgehälter variieren leicht je nach Bundesland, in Wiener Hotels und Kaffeehäusern wird 2.264 Euro brutto bezahlt. Der Mindestlohn für Hilfskräfte ist in allen Bundesländern mit 2.026 Euro brutto gleich.
stf/cgh
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