ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste - Energiepreis-Unsicherheit belastet
Nach der Vortageserholung haben die
europäischen Börsen am Mittwoch unter dem Eindruck des Iran-Krieges
wieder nachgegeben. "Die Situation im Nahen Osten führt über die
Energiepreise zu massiven Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft",
warnte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets. "Das
größte Problem ist und bleibt weiterhin die Unsicherheit." Dadurch
verpufften Hilfsmaßnahmen wie die Auflösung von Ölreserven der
Länder schnell.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,73
Prozent auf 5.794,68 Punkte. Außerhalb der Eurozone gab der
britische Leitindex FTSE 100 ("Footsie") um 0,56
Prozent auf 10.353,77 Punkte nach. Der Schweizer SMI
büßte 0,82 Prozent auf 12.958,59 Zähler ein.
Die Skepsis des Marktes spiegelte sich nicht zuletzt in den Gewinnen
der Ölwerte wider. Die Ölpreise legten wegen der
Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die
Straße von Hormus am Persischen Golf wieder zu. Der Preisrückgang,
der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte,
endete damit vorerst.
Vergleichsweise gut hielten sich auch Einzelhandelstitel
. Gewinne des Schwergewichts Inditex in
Höhe von rund einem halben Prozent stabilisierten den Sektor. Der
spanische Textilhändler hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2025/26
etwas mehr verdient als gedacht. Die Analysten der Deutschen Bank
verwiesen zudem darauf, dass sich das laufende Geschäft im Februar
und Anfang März besser als erwartet entwickelt habe. Die Aktien
seien günstig bewertet und böten derzeit eine interessante
Einstiegsgelegenheit.
In London sackten die Papiere von Legal & General als
Schlusslicht im "Footsie" um fast sieben Prozent ab. Die sogenannte
Solvabilitätsquote des Versicherers und Vermögensverwalters, ein
Indikator für die Finanzkraft, fiel geringer aus als
erwartet./la/mis