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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit klaren Rückgängen / Rendite der zehnjährigen Benchmark-ist um 9 Basispunkte auf 3,23 Prozent gestiegen

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Mittwochnachmittag mit Kursverlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 9 Basispunkte auf 3,23 Prozent gestiegen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 31 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,43 Prozent auf 126,42 Punkte.

Angesichts der mit dem Iran-Krieg einhergehenden Inflationsgefahr verstärken sich die Spekulationen auf eine EZB-Zinserhöhung im Sommer. Spitzenvertreter der Europäischen Zentralbank betonten unisono, dass sie die Inflation in Schach halten werden. Deutsche-Bundesbank-Chef Joachim Nagel machte am Mittwoch gegenüber Reuters klar, dass die EZB auf der Hut ist.

"Sollte sich abzeichnen, dass sich die derzeitigen Energiepreisanstiege in der mittleren Frist in eine breite Verbraucherpreisinflation übersetzen, wird der EZB-Rat rechtzeitig entschlossen handeln", betonte Nagel.

Laut EZB-Vizechef Luis de Guindos geht es nun darum, mit einem "kühlen Kopf" in die nächste Woche anstehende Zinssitzung zu gehen. Die Marktvolatilität könne die wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahostkonflikts verstärken. Der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Inflation könnten die EZB laut Ratsmitglied Peter Kazimir zu einer früheren Zinserhöhung zwingen als erwartet.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre     2,42   2,30        0,12                        6
5 Jahre     2,76   2,66        0,10                       19
10 Jahre    3,23   3,13        0,09                       31
30 Jahre    3,79   3,74        0,05                       29

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