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ROUNDUP/Moskau bestätigt Kriegsziel: Ukraine entwaffnen

Nach einem ukrainischen Raketenangriff auf eine russische Fabrik mit mehreren Toten hat Moskau das Kriegsziel einer Entwaffnung der Ukraine bekräftigt. Kiew zu demilitarisieren und die Möglichkeit zu solchen Angriffen zu nehmen, sei eines der russischen Ziele, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge. Er erhob auch Vorwürfe gegen Großbritannien: Es sei offensichtlich, dass dieser Angriff ohne britische Spezialisten nicht möglich gewesen sei, behauptete er.

Durch den Angriff auf die westrussische Stadt Brjansk am Dienstag sind nach Angaben von Gebietsgouverneur Alexander Bogomas sieben Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Fast 30 Menschen würden im Krankenhaus behandelt, schrieb Bogomas am Morgen bei Telegram. Zum genauen Einschlagsort machte er keine Angaben.

Dagegen bestätigten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der Kiewer Generalstab einen Angriff auf eine für Russlands Waffenproduktion wichtige Fabrik für Elektronikbauteile in Brjansk. Selenskyj sprach von einem völlig gerechtfertigten Vorgehen. Die ukrainische Armee setzte dabei laut dem Generalstab Marschflugkörper des britischen Typs Storm Shadow ein.

Peskow: Istanbul Option für Verhandlungsort

Peskow sagte, dass Istanbul in der Türkei der Ort für eine neue Verhandlungsrunde im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs zwischen Russland und der Ukraine unter US-Vermittlung sein könnte. Alle Seiten stünden dem positiv gegenüber. Genaue Informationen über Termin und Ort der Gespräche gebe es aber nicht. Selenskyj und der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatten zuletzt von Überlegungen gesprochen, das Treffen auf nächste Woche zu verschieben.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine immer wieder Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen durch russische Attacken in der Ukraine./ksr/DP/mis

AXC0256 2026-03-11/15:31

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