Wadephul in Doha - Solidaritätsreise mitten im Iran-Krieg
Außenminister Johann Wadephul ist im Zuge seiner Krisenreise durch die vom Iran-Krieg betroffene Region in Katar eingetroffen. In der Hauptstadt Doha wollte der CDU-Politiker mit dem Ministerpräsidenten und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani über die aktuelle Situation beraten. Wadephul kam direkt von einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
Die Angriffe in der Golfregion gingen auch rund anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter. Katar teilte ebenso wie die Golf-Nachbarn Saudi-Arabien, Kuwait und Oman mit, Angriffe Drohnen und Raketen abgewehrt zu haben.
Die Medienbehörde der VAE-Metropole Dubai teilte mit, in der Nähe des internationalen Flughafens seien zwei Drohnen niedergegangen. Vier Menschen seien verletzt worden. Auch vom Flughafen in Abu Dhabi, wo Wadephul zuvor gelandet war, war eine Rauchsäule in der Nähe des Flughafens Dubai zu sehen. Das Flugzeug des Ministers, ein Militärtransporter vom Typ A400M, musste beim Anflug auf Abu Dhabi zunächst in eine Warteschleife und eine kurze Zeit über den VAE kreisen, bevor es landen konnte.
Katar will vorerst nicht aktiv in den Iran-Krieg eingreifen
Katar hatte gestern deutlich gemacht, dass er vorerst weiterhin nicht aktiv in die militärische Konfrontation mit dem Iran eingreifen will. Ein Sprecher des katarischen Außenamts erklärte, man sei bemüht, den Konflikt zu entschärfen. Die Kommunikationskanäle mit Teheran bestünden weiter.
Katar meldete bisher Dutzende Angriffe mit iranischen Raketen und Drohnen und schoss auch zwei iranische Kampfflugzeuge ab. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid./bk/jot/DP/stw
AXC0234 2026-03-11/14:51