Deutschland: Inflation sinkt auf 1,9 Prozent - droht neuer Preisschock?
Mit 1,9 Prozent ist die Teuerung in Deutschland im Februar wieder unter die Marke von zwei Prozent gesunken. Doch die Sorge ist groß, dass der Iran-Krieg nicht nur kurzfristig die Öl- und Gaspreise nach oben treibt, sondern auch die Inflation. Dabei spielt nach Einschätzung von Ökonomen die Dauer des Krieges eine entscheidende Rolle.
Bisher rechneten Volkswirte damit, dass die Inflationsrate in Deutschland im Gesamtjahr knapp über der Zwei-Prozent-Marke liegen wird. Das könnte sich ändern, wenn der Iran-Krieg sich über Monate hinzieht und die Ölpreise längere Zeit erhöht bleiben. Denn das treibt die Kosten für Unternehmen und Verbraucher. Infolge des Iran-Kriegs könnten zudem die Lebensmittelpreise nach Einschätzung von Experten zumindest kurzfristig wieder stärker anziehen, weil Logistik und Energie teurer werden.
Lebensmittelpreise im Februar weniger stark gestiegen
Im Februar verteuerten sich Waren und Dienstleistungen in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt wieder etwas weniger als zu Beginn des Jahres. Im Januar hatte die Inflationsrate bei 2,1 Prozent gelegen. Von Januar auf Februar des laufenden Jahres stiegen die Verbraucherpreise in Europas größter Volkswirtschaft Deutschland um 0,2 Prozent, wie die Wiesbadener Statistiker bestätigten.
Der Preisauftrieb bei Lebensmitteln ließ im Februar deutlich nach und betrug im Jahresvergleich 1,1 Prozent. Energie war im Februar sogar 1,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Doch längst ist der Krieg im Nahen Osten an den Zapfsäulen in Deutschland angekommen: Benzin und Diesel kosteten zuletzt mehr als zwei Euro pro Liter.
Ein Preistreiber in Deutschland sind seit Monaten Dienstleistungen. Sie verteuerten sich im Februar wie im Januar um 3,2 Prozent überdurchschnittlich./ben/als/DP/jkr
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