Wacker Chemie blickt vorsichtig auf 2026 - leichtes Wachstum geplant
Wacker Chemie rechnet auch für
das laufende Jahr mit einem weiterhin schwierigen Geschäftsumfeld.
"Wir sehen weiterhin keine Trendwende im Markt", sagte
Unternehmenschef Christian Hartel am Mittwoch laut Mitteilung. Umso
wichtiger seien die Hebel, die das Unternehmen selbst beeinflussen
könne. An ihnen werde auch 2026 mit Hochdruck gearbeitet. So hat der
Chemiekonzern ein Sparprogramm aufgelegt, mit dem er am Ende
jährlich mehr als 300 Millionen Euro einsparen will. Dazu zählt auch
ein Stellenabbau vor allem in Deutschland. Alles in allem erwartet
Hartel 2026 bei einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen
Prozentbereich einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(Ebitda) von 550 bis 700 Millionen Euro. 2025 war der operative
Gewinn um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro eingebrochen. Analysten
haben für 2026 im Durchschnitt 614 Millionen Euro auf dem Zettel.
Das Unternehmen hatte bereits Ende Januar vorläufige Daten für 2025
vorgelegt. Unter dem Strich stand wegen Abschreibungen sowie wegen
Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Kostensenkungsprogramm ein
Nettoverlust in Höhe von 805 Millionen Euro. Im Vorjahr wurde ein
Überschuss von 261 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz schrumpfte im
vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro./mne/stk