Aktien Wien Schluss: ATX verliert wegen Iran-Krieg weiter
Die Auswirkungen des Iran-Krieges sind am Montag am
Wiener Aktienmarkt deutlich zu spüren gewesen. Die stark
ansteigenden Ölpreise sowie die Angst vor einer höheren Inflation
und einem Rückgang des Wirtschaftswachstums brockten dem ATX
Auch an den europäischen Leitbörsen ging es abwärts. Der Ölpreis war im frühen Handel wegen der sich weiter verschärfenden Lage im Nahen Osten weiter gestiegen. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent stieg in der Nacht um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar (103,80 Euro). Im Laufe des Tages stabilisierten sich die Preise wieder etwas.
Hoffnung gab eine Dringlichkeitssitzung der Finanzminister führender Industriestaaten (G7) mit dem Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol. Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Krieges wurde nach französischer Darstellung allerdings noch keine Entscheidung getroffen. "So weit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure in Brüssel. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."
Ins Blickfeld rückten auch Konjunkturdaten aus Österreich. Wegen stark gestiegener Importe aus China sowie eines deutlichen Rückgangs der Ausfuhren in die USA verzeichnete Österreich 2025 ein Handelsbilanzdefizit von 6,6 Milliarden Euro. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) warnte bei der Präsentation der Zahlen davor, dass Europa ein "Ausweichmarkt für Dumpingimporte aus China" werde. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Österreichs bleibt Deutschland. Mit den EU-Ländern halten sich Exporte und Importe ungefähr die Waage.
Unternehmensseitig blieb es am Montag weitgehend ruhig. Die Werte
des Anlagenbauers Andritz
Am unteren Ende des ATX notierten zum Handelsschluss die Werte der
Voestalpine
Gestützt wurde der Leitindex lediglich von SBO mit einem Plus von
3,13 Prozent, Verbund mit plus 0,93 Prozent und OMV
ISIN AT0000999982
AXC0289 2026-03-09/18:29
Relevante Links: RHI AG, OMV AG, Andritz AG, EVN AG, voestalpine AG, Wienerberger AG, Deutsche Bank AG