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Wiener Börse - ATX wegen Iran-Krieg erneut im Minus / Heimischer Leitindex verliert 1,76 Prozent - Nach Erholung im Tagesverlauf - Hoffnung auf G7-Sitzung zu hohen Ölpreisen erfüllt sich nicht

Die Auswirkungen des Iran-Krieges sind am Montag am Wiener Aktienmarkt deutlich spürbar gewesen. Die stark ansteigenden Ölpreise und die Sorgen um eine höhere Inflation sowie um einen Rückgang des Wirtschaftswachstums sorgten zum Wochenauftakt für ein dickes Minus beim ATX. Im Tagesverlauf erholte sich der heimische Leitindex aber wieder und notierte zum Handelsschluss bei 5.308,39 Punkten um 1,76 Prozent schwächer. Der ATX Prime verlor 1,8 Prozent auf 2.637,70 Zähler.

Auch die europäischen Leitbörsen zeigten sich im Minus. Der Ölpreis hatte am Montag im frühen Handel seinen Höhenflug wegen der sich weiter verschärfenden Lage im Nahen Osten fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent stieg in der Nacht um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar (103,80 Euro). Im Laufe des Tages stabilisierten sich die Preise aber wieder etwas.

Hoffnung gab eine Dringlichkeitssitzung der Finanzminister führender Industriestaaten (G7) mit dem Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol. Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Krieges wurde nach französischer Darstellung allerdings noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure in Brüssel. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."

Ins Blickfeld rückten auch heimische Konjunkturdaten. Wegen stark gestiegener Importe aus China sowie eines deutlichen Rückgangs der Ausfuhren in die USA verzeichnete Österreich 2025 ein Handelsbilanzdefizit von 6,6 Mrd. Euro. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) warnte bei der Präsentation der Zahlen davor, dass Europa ein "Ausweichmarkt für Dumpingimporte aus China" werde. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Österreichs bleibt Deutschland. Mit den EU-Ländern halten sich Exporte und Importe ungefähr die Waage.

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