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G7: Noch keine Einigung in Gesprächen über Ölnotreserven

Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure auf eine entsprechende Frage in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."

Laut französischem Finanzminister wird die Arbeit in den kommenden Tagen fortgeführt. Man werde die Situation genau beobachten. Bei dem Gespräch der G7-Gruppe führender westlicher Industriestaaten war auch der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, anwesend. Die IEA teilte mit, sie habe über die sich verschlechternden Bedingungen auf den globalen Ölmärkten berichtet. Man habe über alle vorhandene Optionen gesprochen, auch über die Freigabe von Ölreserven. Die 32 IEA-Mitgliedsländer verfügten über 1,2 Milliarden Barrel Notreserven Öl. Hinzu kämen 600 Millionen Barrel Industrievorräte.

Ihre strategischen Ölreserven geben Volkswirtschaften jeweils in Krisensituationen frei, um den Ölmarkt zu stabilisieren oder auf Versorgungsengpässe zu reagieren. Zu diesem Mittel wird selten gegriffen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte in Brüssel, Deutschland sei offen dafür, "in einem koordinierten Verfahren zum richtigen Zeitpunkt" auf die nationalen Ölreserven zurückzugreifen. Noch sei dieser Zeitpunkt aber nicht gekommen. Die G7-Länder stimmten sich eng ab. "Alle gucken gerade auf die Entwicklung der Finanzmärkte, auf die Entwicklung auch des Handels, der Märkte insgesamt und dann werden wir sehen, ob und wann der richtige Zeitpunkt ist, um diese strategische Option noch zu ziehen."/rbo/DP/mis

AXC0264 2026-03-09/17:27

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