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Nur kleiner Teil von Deutschlands Rohölimporten aus Nahost

Deutschland hat seine Abhängigkeit von Rohöllieferungen in den vergangenen 20 Jahren deutlich verringert. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 75,7 Millionen Tonnen Rohöl nach Deutschland importiert. Das waren 10,6 Prozent weniger als noch im Jahr 2020 mit 84,7 Millionen Tonnen. Im langfristigen Vergleich ist der Rückgang noch größer, wie die Wiesbadener Statistiker einordneten: 2025 sei gut ein Drittel (33,9 Prozent) weniger Rohöl eingeführt worden als noch 2005.

Keine Lieferungen aus dem Iran

Aus dem Nahen Osten bezog Deutschland im vergangenen Jahr 6,1 Prozent seiner Rohöllieferungen. Wichtigster Lieferant aus der Region war der Irak mit 3,1 Millionen Tonnen. Außerdem kam der Rohstoff aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus Saudi-Arabien und Israel. Andere Staaten des Nahen Ostens wie Oman, Katar, Kuwait oder Iran lieferten 2025 kein Rohöl nach Deutschland.

Norwegen wichtigste Bezugsquelle für Rohöl

Die Europäische Union insgesamt bezog im vergangenen Jahr 13 Prozent ihrer 429,3 Millionen Tonnen Rohöl aus dem Nahen Osten, vor allem aus Saudi-Arabien und dem Irak.

Wichtigster Rohöllieferant für Deutschland ist Norwegen: 16,6 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren kamen 2025 von dort. Danach folgten die Vereinigten Staaten (16,4 Prozent) und Libyen (13,8 Prozent)./ben/DP/nas

AXC0087 2026-03-09/08:58

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