US-Regierung dementiert Berichte zu Russlands Hilfe für Iran nicht
Die US-Regierung hat Medienberichte, wonach Russland dem Iran Informationen über amerikanische Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten liefert, zunächst nicht dementiert. Darauf angesprochen, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth dem Sender CBS News, dass die USA alles beobachteten. "Wir verfügen über die besten Geheimdienstinformationen der Welt", betonte er.
Sie wüssten, was vor sich gehe und US-Präsident Donald Trump wisse, wie man diese Risiken mindere. Er wisse, wer mit wem spreche - "und alles, was nicht passieren sollte, sei es öffentlich oder hinter den Kulissen, wird konfrontiert und entschieden angegangen", sagte Hegseth.
Auch Trump selbst wurde bei einer Veranstaltung im Weißen Haus auf die Berichte angesprochen. Witzelnd sprach er zunächst von einem vergleichsweise einfachen Problem - und bügelte die Frage kurz darauf ab.
Zuvor hatte seine Sprecherin Karoline Leavitt gesagt, auch wenn die Russen Informationen weitergäben, mache das mit Blick auf den Krieg keinen Unterschied. Die US-Streitkräfte hätten den Iran bereits erheblich geschwächt.
Was US-Medien berichten
Der US-Sender CNN und die "Washington Post" berichteten unter Berufung auf mit US-Geheimdiensterkenntnissen vertraute Personen, dass der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen versorge. Der "New York Times" lagen unter Berufung auf US-Beamte ähnliche Informationen vor.
"Es scheint sich um eine ziemlich umfassende Maßnahme zu handeln", zitierte die "Washington Post" eine der Personen. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden.
Russland ist offiziell nicht an dem Krieg beteiligt. Moskau und Teheran haben zuvor im Rüstungsbereich zusammengearbeitet, so lieferte etwa der Iran Russland zu Beginn des Ukraine-Kriegs Drohnen vom Typ Shahed. Ein militärischer Beistand oder größere Waffenlieferungen für den Partner im Nahen Osten scheinen jedoch aktuell nicht im Raum zu stehen. Angesichts des Angriffskriegs gegen die Ukraine sind die russischen Kapazitäten ohnehin stark ausgelastet. Zugleich will sich Kremlchef Wladimir Putin die für Moskau ebenfalls wichtigen Beziehungen im Nahen Osten zu Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht verderben./fsp/DP/zb
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