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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX zum Wochenausklang schwächer / Inflationssorgen und schwache US-Jobdaten belasten - Öl- und Versorgeraktien stützen Leitindex

Der Wiener Aktienmarkt hat zum Ausklang einer schwachen Woche noch einmal nachgegeben. Weiterhin wirft der Iran-Krieg und der damit einhergehende Ölpreisschub seinen Schatten auf die Weltbörsen. Enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt passten in das trübe Bild.

Kurz nach 14.30 Uhr stand der ATX 0,51 Prozent im Minus auf 5.409,58 Punkten. Nach den sehr volatilen Vortagen steuert der heimische Leitindex nun auf einen Wochenverlust von gut fünf Prozent zu. Für den ATX Prime ging es um 0,51 Prozent auf 2.689,37 Zähler hinab.

Die Ölpreise markierten wegen der Furcht vor langfristigen Lieferausfällen neue mehrjährige Höchststände. Dies schürte wiederum die Sorgen vor einem steigenden Inflationsdruck und dadurch erzwungenen geldpolitischen Straffungen.

Inzwischen stieg die Arbeitslosenquote in den USA überraschend auf 4,4 Prozent. Analysten hatten mit einem stabilen Wert von 4,3 Prozent gerechnet. Die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft sank um 92.000, während laut Konsensschätzungen 55.000 neue Stellen erwartet worden waren. Zudem wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 69.000 Stellen nach unten revidiert.

Im Rennen gehalten wurde der ATX von den Werten aus dem Öl- und dem Versorgungssektor. Die Schwergewichte OMV und Verbund legten um 0,3 respektive 3,5 Prozent zu. Sie sind zudem die einzigen Aktien im ATX, die auf eine positive Wochenbilanz zusteuern. Weiters stiegen SBO um 0,4 Prozent und EVN verfestigten sich um 1,8 Prozent.

Porr-Aktien büßten hingegen 0,9 Prozent auf 38,65 Euro ein. Warburg Research stufte die Titel von "Buy" auf "Hold" ab, hob aber das Kursziel auf 43 Euro an. Auch wenn die Equity Story intakt bleibe, preise das aktuelle Kursniveau fast alles ein, schrieb Analyst Philipp Kaiser.

spa/mik

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