Wiener Börse (Mittag) - Stabilisierungsgewinne schmelzen ab / Ölpreise ziehen weiter an - Öl- und Versorgeraktien stützen Leitindex
Der Wiener Aktienmarkt hat zum Ausklang einer schwachen Woche anfängliche Erholungsgewinne nicht halten können. Sie schmolzen im späten Vormittagsverlauf im Einklang mit steigenden Ölpreisen ab.
Zu Mittag stand der ATX 0,08 Prozent im Minus auf 5.433,06 Punkten. Nach den sehr volatilen Vortagen steuert der heimische Leitindex nun auf einen Wochenverlust von 4,7 Prozent zu. Für den ATX Prime ging es um 0,04 Prozent auf 2.702,08 Zähler hinab. Eine ähnliche Entwicklung zeigte auch das europäische Umfeld.
Die möglichen Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Energiepreisentwicklung bleiben das bestimmende Thema am Markt. Die Ölpreise markierten wegen der Furcht vor langfristigen Lieferausfällen neue mehrjährige Höchststände. Dies schürte wiederum die Sorgen vor einem steigenden Inflationsdruck und dadurch erzwungenen geldpolitischen Straffungen.
Im Rennen gehalten wurde der ATX von den Werten aus dem Öl- und dem Versorgungssektor. Die Schwergewichte OMV und Verbund legten um 1,3 respektive 3,1 Prozent zu. Sie sind zudem die einzigen Aktien im ATX, die auf eine positive Wochenbilanz zusteuern. Weiters stiegen SBO um 1,5 Prozent und EVN verfestigten sich um 1,8 Prozent.
Porr-Aktien büßten hingegen ein Prozent auf 38,55 Euro ein. Warburg Research stufte die Titel von "Buy" auf "Hold" ab, hob aber das Kursziel auf 43 Euro an. Auch wenn die Equity Story intakt bleibe, preise das aktuelle Kursniveau fast alles ein, schrieb Analyst Philipp Kaiser.
spa/rst
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