, APA/dpa-AFX

Wiener Aktienmarkt vorbörslich stabilisiert erwartet / Ölpreise bleiben erhöht

Der Wiener Aktienmarkt dürfte zum Ausklang einer schwachen Woche noch einen Stabilisierungsversuch wagen. Bankenindikationen taxierten den ATX rund 40 Minuten vor Handelsbeginn bei 5.458 Punkten und damit 0,4 Prozent über dem Vortagesschluss. Auch das europäische Umfeld wird vorbörslich erholt erwartet.

Die Ölpreise hatten am Vorabend nach europäischem Börsenschluss weitere Höchststände markiert und notierten Freitagfrüh nur knapp unter diesen. Um die Situation an den Ölmärkten zu entlasten, erlauben die USA es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen.

Dies helfe womöglich, einen sofortigen Abwärtsdruck auf den Markt zu führen, ein "Gamechanger" sei die Maßnahme aber nicht, schrieb der Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING. Ein nachhaltiger Preisrückgang sei nur durch die Wiederaufnahme der Öllieferungen durch die Straße von Hormuz zu erreichen.

Neben dem Iran-Krieg haben die Anleger zu Wochenschluss den US-Arbeitsmarktbericht im Blick, der für den Zinskurs der US-Notenbank Fed von Bedeutung ist. Die höheren Energiepreise lenken derzeit den Fokus auch wieder auf Inflationsgefahren und mögliche Reaktionen der Fed.

Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage ruhig. Warburg Research stufte die Porr-Aktien auf "Hold" ab, hob aber das Kursziel auf 43 Euro an. Auch wenn die Equity Story intakt bleibe, preise das aktuelle Kursniveau fast alles ein, schrieb Analyst Philipp Kaiser.

Am Donnerstag hatte der ATX um 1,42 Prozent schwächer bei 5.437,32 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

AMAG        +4,00% 28,60 Euro
AUSTRIACARD +2,76% 6,69 Euro 
Frequentis  +1,96% 73,00 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

Andritz   -5,56% 67,05 Euro
AT&S      -4,74% 47,25 Euro
Palfinger -3,16% 35,20 Euro

spa/rst

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.