BMW Austria steigerte Umsatz 2025 auf fast 10 Mrd. Euro / Im weltgrößten BMW-Motorenwerk in Steyr wird die Produktion von E-Motoren mit einer zweiten Fertigungslinie weiter hochgefahren - Ein Viertel der Lehrlinge in Steyr weiblich
Die BMW Group in Österreich hat 2025 mit 9,67 Mrd. Euro um fünf Prozent mehr umgesetzt als im Jahr zuvor. Die Neuzulassungen bei BMW legten um 1,1 Prozent auf 19.216 Fahrzeuge zu, bei der Marke Mini gab es ein Plus von 3,2 Prozent auf 1.856 Neuzulassungen. Trotz des Absatzzuwachses ging der Marktanteil im Premium-Segment um 1,4 Prozentpunkte auf 33,9 Prozent zurück. Für 2026 gibt sich der bayrische Autobauer zuversichtlich, es werden abermals mehr Zulassungen erwartet.
Alexander Bamberger, Geschäftsführer BMW Austria, sprach heute von "herausfordernden Rahmenbedingungen", denen man 2025 mit einem Produktionszuwachs im Motorenwerk in Steyr von zwei Prozent und Autozulassungen auf Rekordniveau begegnet sei. Über 450 Mio. Euro seien in Österreich investiert worden. Wobei: Im Jahr zuvor waren es noch 569 Mio. Euro. Trotz steigender Zulassungszahlen bei E-Autos werde der Verbrenner global betrachtet seinen Stellenwert behalten. Sehr zufrieden gibt sich BMW Austria mit dem Motorradverkauf, über 2.400 Bikes wurden 2025 neu zugelassen.
1,21 Mio. Motoren aus Steyr
BMW konnte in Österreich in fast allen Segmenten zulegen, in der Vertriebs GmbH lag das Plus gar bei 13 Prozent auf 3,52 Mrd. Euro. Im Motorenwerk in Steyr wurden 1,21 Mio. Stück produziert, wobei der Anteil bei Benzinaggregaten mit 77 Prozent konstant blieb. Beim Diesel gab es einen Rückgang von einem Prozent auf 22 Prozent. Erstmals wurden auch Elektromotoren zusammengeschraubt, sie machten ein Prozent aller Antriebe aus.
Über 45 Prozent aller ausgelieferten Neufahrzeuge wurden über BMW Financial Services Austria sowie Alphabet Austria finanziert oder geleast. Besonders gestiegen sind die Zahlen bei Privatkunden, mit denen mehr als 1.000 zusätzliche Finanzierungs- und Leasingverträge abgeschlossen wurden - eine Steigerung von knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das betreute Portfolio konnte um drei Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro gesteigert werden.
V8 wird künftig in UK gebaut
Im oberösterreichischen Steyr steht das weltweit größte Motorenwerk der BMW Group, ab dem Sommer 2025 wurden hier erstmals E-Motoren für den BMW iX3 geliefert. Der SUV wird im ungarischen Debrecen produziert und ist laut Bamberger ein Top-Seller. "Mit rund 4,45 Milliarden Euro Umsatz war Steyr für über ein Viertel des Produktionsvolumens der österreichischen Fahrzeugindustrie 2025 verantwortlich", rechnete Harald Gottsche, Leiter des Werks in Steyr, vor. 2026 wird noch eine zweite Linie für die E-Motorenproduktion in Betrieb gehen. Wermutstropfen ist, dass die Produktion des V8-Motors im heurigen März ausläuft. Die kraftvollen Motoren werden dann in Großbritannien produziert.
Rekord-Umsatz
Sehr gut lief es in Zentral- und Südosteuropa, das von der Zentrale in Salzburg aus betreut wird. Hier erzielte die BWM Group ein Absatzplus von 11 Prozent auf 95.710 Einheiten. Rückblickend meinte Bamberger: "Das Umsatzplus beruht insbesondere auf den starken Zulassungszahlen in Österreich und der gesamten Region Zentral- und Südosteuropa - und somit auf unserem attraktiven Produktportfolio. 9,67 Milliarden Euro - das ist ein Rekord-Umsatz, mit knapp 500 Millionen Euro über unserem bisherigen Bestwert."
Zudem habe die Marke BMW Platz eins bei den Neuzulassungen von vollelektrischen Fahrzeugen für sich behaupten können. Es sei auch gelungen, trotz des schwierigen Marktumfeldes die Beschäftigtenzahl zu halten. 5.600 Menschen arbeiten hierzulande für den Münchner Konzern, davon 550 Lehrlinge. Im Motorenwerk ist inzwischen ein Viertel der Lehrlinge weiblich. Gottsche streicht auch die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des bayrischen Autobauers hervor: "Im Jahr 2025 kaufte die BMW Group um insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro bei über 110 Unternehmen in Österreich ein."
Wasserstoff-Technologie aus Steyr
Einen nächsten Innovationsschub erhofft sich BMW durch den Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellen. "Das Entwicklungszentrum im Werk Steyr übernimmt die Industrialisierung des gesamten Systems für die spätere Serienproduktion. Dieses Jahr starten auch im Motorenwerk die Umbauarbeiten, um Platz für diese neue Technologie zu schaffen. Die Vorserienproduktion wird 2027 beginnen", plant Gottsche.
stf/tpo
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